Aus dem Herzen leben – Hauptseite

Mein Weg zu Gott

My Way to God

Mi Camino a Dios



Aus dem Herzen leben



Die drei Wege der Heilung

(nach dem Originaltitel The Three Avenues of Healing von Cecil Paxton, leicht gekürzt)



1. Teil

In diesem Vortrag geht es um die verschiedenen Wege, wie wir Heilung von Gott empfangen können. Wenn ich von den drei Wegen der Heilung spreche, dann spreche ich von den drei Wegen des Empfangens einer Manifestation der Heilung in unserem physischen Körper. – Es ist sehr, sehr wichtig zu verstehen, wie man durch die verschiedenen Wege, die Gott für Heilung zur Verfügung gestellt hat, empfangen kann. Oft kennen Christen nur eine oder höchstens zwei Perspektiven. Und manchmal ist das sogar bei Heilungsdienern der Fall, dass sie nur ein oder zwei Wege des Empfangens von Gott verstehen. Gelegentlich kann man das in Diensten beobachten, wie sie aus dem Wissen heraus handeln, das in ihrem Herzen ist. – Doch damit unser Herz mit Verständnis reagieren kann – ganz gleich in welcher Situation oder unter welchen Umständen wir uns befinden – ist es sehr, sehr wichtig, all die verschiedenen Wege des Empfangens von Gott zu verstehen.

Wenn ich von den drei Wegen der Heilung spreche, möchte ich dir zunächst einen Überblick über diese Wege verschaffen. Zuerst werde ich über das Empfangen der Heilung durch die Gaben des Heiligen Geistes sprechen. Das zweite Gebiet, das wir behandeln werden, ist das Empfangen der Heilung durch unsere Autorität in Christus. Und das dritte Gebiet ist das Gebiet des Herzens – wie wir für Heilung glauben und eine Manifestation empfangen. – In die erste Kategorie stelle ich auch noch einen anderen Bereich. Denn gelegentlich hören wir Zeugnisse von übernatürlichen Heilungen und einzigartigen Erlebnissen, die Leute hatten. Und so werde ich diesen Bereich ebenfalls bei den Gaben des Heiligen Geistes behandeln, um damit noch etwas mehr Einsicht zu vermitteln darüber, wie Menschen Heilung empfangen haben.



Ich möchte folgende Bibelstellen anführen, um die drei Wege klarer zu definieren. Zuallererst in Bezug auf die Gaben des Heiligen Geistes:

Es gibt aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber es ist derselbe Geist; … Denn dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist; einem anderen aber Glauben in demselben Geist, einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in dem einen Geist, einem anderen aber Wunderwirkungen, einem anderen aber Weissagung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen verschiedene Arten von Sprachen, einem anderen aber Auslegung der Sprachen. Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will. (1.Kor. 12,4-11)

In dieser Bibelstelle werden zwar sehr viele Dinge angeschnitten, aber wir werden uns in unseren Betrachtungen auf die Gnadengaben der Heilungen (Vers 9) und Wunderwirkungen (Vers 10) konzentrieren, die durch den Heilige Geist ausgeteilt werden.

Als nächstes finden wir im Lukas-Evangelium einige Verse unsere Autorität in Christus betreffend:

Als er aber die zwölf Jünger zusammengerufen hatte, gab er ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und zur Heilung von Krankheiten. Und er sandte sie, das Reich Gottes zu predigen und die Kranken gesund zu machen. … Sie gingen aber hinaus und durchzogen die Dörfer nacheinander, indem sie das Evangelium verkündigten und überall heilten. (Lk. 9,1.2.6)

Siehe, Ich habe euch Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über die gesamte Macht des Feindes, und keinesfalls wird euch irgend etwas schaden. (Lk. 10,19)

Und als Drittes, für das Gebiet des Herzens, des Glaubens in unserem Herzen und unsere Fähigkeit zu empfangen, wollen wir uns diese Stelle anschauen:

Wenn du könntest glauben! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. (Mk. 9,23)

Wenn wir glauben können, ist nichts unmöglich.



Es gibt für uns also drei verschiedene Gebiete hinsichtlich des Empfangens von Gott. Ich möchte nun auf einige Unterschiede zwischen diesen drei Gebieten hinweisen.

Zuallererst bei den Gaben des Heiligen Geistes – da empfangen wir die Manifestation von außerhalb. Es kommt direkt von Gott, Gott dient uns, der Herr dient uns Menschen. Und wenn die Gaben im Gange sind, dann ist es gewaltig, was passieren kann. Denk mal an die verschiedenen Weisen, wie die Gaben operieren können. Sie könnten z.B. individuell operieren, d.h. wenn eine Person mit Heilung dient und eine Gabe im Gange ist, dann kann Menschen individuell gedient werden, eins zu eins, evtl. in einer kleinen Versammlung. Aber wenn wir an Versammlungen denken, wo die Zahl der Teilnehmer in die Tausende geht, und wenn du so eine große Gruppe von Menschen hast, dann mag es für eine Person physisch gesehen unmöglich sein, dieser Menge von Menschen individuell zu dienen. Jedoch können die Gaben unter diesen Umständen auf eine andere Art und Weise operieren. Aber auch dann ist es Gott, der uns dient, und es ist gewaltig, was passieren kann. Menschen werden geheilt auf ihren Sitzplätzen. Weißt du, es kommt vor, dass Menschen auf diesem Weg Heilung und Wunder empfangen, und der Diener Gottes es nicht einmal weiß. Der Diener Gottes hat keine Ahnung was passiert, bis die Menschen Zeugnis geben. Für mich macht das deutlich, dass die Gaben des Heiligen Geistes das Potential besitzen, sowohl das Herz des Dieners als auch das Herz der empfangenden Personen zu umgehen.

Weißt du, es gibt Beispiele von Menschen, die Heilung empfangen haben durch das Gebiet der Gaben, und sie hatten noch nicht einmal für Heilung geglaubt. Oder manche glaubten für Heilung, hatten aber in ihrem Herzen ernstliche Probleme des Unglaubens. Durch die Gaben des Heiligen Geistes empfingen sie dennoch Heilung. – An dieser Stelle möchte ich jedoch betonen, dass es sehr, sehr wichtig ist, dass unser Herz Verständnis erlangt für Gottes Wort und seine Wege, und dass wir dadurch Probleme des Unglaubens in unserem Herzen auflösen. Wir müssen unser Herz befestigen in der Kenntnis von Gottes Wort zu dem Grad, wo diese Kenntnis zu echtem Verständnis wird durch ein Werk des Heiligen Geistes, und unser Herz tatsächlich verändert wird. Das ist sehr, sehr wichtig, weil im Leib Christi seit langer Zeit Statistiken umlaufen, die besagen, dass 80% der Christen, die Heilung durch die Gaben des Heiligen Geistes empfangen haben, ihre Heilung leider wieder verloren haben. Seitdem diese Statistiken geführt werden, ist diese Zahl etwa gleich geblieben. Du kannst z.B. zurückgehen zu Kathryn Kuhlmans Versammlungen und dieselben Zahlen sehen. Diese Kritik spricht also nicht gegen einen speziellen Heilungsdiener – es ist eher ein Indikator für den Zustand des Leibes Christi als Ganzes, der den Zustand unserer Herzen reflektiert und unserer Fähigkeit zu empfangen und zu behalten, was Gott uns gibt.

Weißt du, ich habe einen Lehrvortrag, Why People Lose Healing (zu deutsch: Warum Menschen ihre Heilung verlieren), der Einsicht vermittelt, wie du deine Heilung behalten kannst. Es ist nicht schwierig, unsere Heilung zu behalten. Ich habe einem 10jährigen Jungen gezeigt, wie er seine Heilung behalten kann. Wenn ein 10jähriger es kann, kann es jeder tun. Man muss einfach lernen, sein Herz zu bewachen und zu beschützen und dadurch jede einzelne Segnung zu behalten, die Gott uns gibt. Wir dürfen nicht erlauben, dass andere Dinge, die Unglauben verursachen und der Wahrheit von Gottes Wort entgegen gesetzt sind, Raum in unserem Herzen erhalten. Stattdessen müssen wir die Wahrheit in unseren Herzen befestigen. Das ist eigentlich nicht schwierig. Aber wenn wir uns nicht die Zeit genommen haben, um unser Herz zu befestigen in der Kenntnis seines Wortes und seiner Wege, und um Probleme des Unglaubens aufzulösen, und – ja – wenn unser Herz dann auf Schwierigkeiten stößt, dann können wir aufgeben, umkehren und z.B. Heilung wieder weggeben. Deshalb ist echte Kenntnis von Gottes Wort ist sehr, sehr wichtig für das Wohl unseres Herzens. Weißt du, Christen, die Heilung durch die Gaben des Heiligen Geistes erlangt und dann wieder verloren haben, so etwas sollte einfach nicht sein. Wir sollten fähig sein, jede einzelne Sache zu behalten, die Gott uns gibt. Und Gott ist nicht das Problem. Wie bereits erwähnt, ist das ein Indikator für den Zustand des Leibes Christi als Ganzes und den Zustand unserer Herzen. Und es zeigt uns einfach die Wichtigkeit, dass Gottes Wort wirklich gelehrt wird, und dass Menschen die Wichtigkeit, den Nutzen, den Wert erkennen, den Gottes Wort für ihr persönliches Leben hat.

Wenn Gott uns seine Liebe bekundet durch die Gaben des Heiligen Geistes – und ich habe dir gerade ein Beispiel gegeben, dass die Gaben unser Herz umgehen können, weil dort Leute sein könnten – nun, beispielsweise sogar Leute, die noch gar nicht errettet sind, die geheilt werden könnten. Und du denkst an eine ungerettete Person, und weißt du, diese Person könnte wahrscheinlich ihre Heilung sogar leichter behalten als eine gerettete Person mit ernstlichen Problemen des Unglaubens, einfach wegen tiefer Unterschiede in ihren Herzen. Für eine ungerettete Person könnte Gott einfach etwas tun, und sie hätte nicht einen Haufen anderer Informationen in ihrem Leben, die vielleicht Unglauben verursachen. – Sie hat einfach ein Erlebnis, und sie nimmt es einfach an. Weißt du, es läuft wirklich immer wieder auf den Zustand des Herzens einer Person hinaus. Gott ist nicht das Problem, Gott nimmt nichts zurück. Nein, es läuft alles auf das Herz der Person hinaus, und in welchem Zustand es sich befindet. Wem mehr gegeben ist, der hat auch eine größere Verantwortung. Und für diejenigen, die unter der Lehre von Gottes Wort gesessen haben – da ist auch eine Verantwortung, diese Wahrheit in unserem Leben und in unseren Herzen anzuwenden. Aber Menschen, die nicht gerettet sind – ein Person sitzt in einer Versammlung und sie hat ein physisches Problem, und sie ist noch nicht mal gerettet – und dann wird sie geheilt. Es gibt Beispiele davon in Versammlungen mit den Gaben des Heiligen Geistes. Das ist eine Demonstration der Liebe Gottes.

Denk darüber nach – Gott macht sich selbst für uns so real. Unser himmlischer Vater macht sich selbst so wirklich für eine Person. Und der Punkt, auf den ich hinaus will, ist dieser: die Gaben haben das Potential, unser Herz zu umgehen. – Wie bereits gesagt, es könnten Leute da sein mit Problemen des Unglaubens, die noch nicht gelöst sind, aber sie können trotzdem durch die Gaben empfangen. Und wie schon erwähnt, weiß der Heilungsdiener nicht einmal, dass jemand geheilt wird, bis die Person es erzählt – es sei denn, dass der Heilige Geist aus einem speziellen Grund zu ihm spricht. Aber normalerweise hören die Diener Gottes es erst, wenn die Personen es erzählen. Und so haben die Gaben das Potential, sowohl das Herz des Dieners Gottes zu umgehen als auch das Herz der empfangenden Person. Die Gaben des Heiligen Geistes sind ein Weg, durch den Gott seine Kraft freisetzt und seine Liebe zu uns manifestiert. Es handelt sich dabei einfach um eine Demonstration seines Herzens uns gegenüber, wie sehr er uns liebt und um uns besorgt ist. Aber was ich ganz besonders herausstellen möchte in Bezug auf die Gaben des Heiligen Geistes, ist dies: Es ist äußerlich – seine Kraft kommt von außerhalb nach innen. Wir empfangen seine Salbung, sein Leben, seine Kraft von außerhalb. Gott dient uns und es kommt von außen nach innen.

Schauen wir uns in dieser Hinsicht auch kurz das Gebiet unsere Autorität in Christus an. – Ich habe bereits die Schriftstelle aus Lukas 9 angeführt, wo Jesus seinen Jüngern Kraft und Autorität („Vollmacht“) gegeben hat. – Wenn wir nun über diese Autorität und Kraft nachdenken, sehen wir, dass die Jünger losgingen und das Evangelium predigten und heilten, weil Jesus ihnen Autorität und Kraft gegeben hat über Dämonen und um Krankheiten zu heilen. – Die Jünger gingen hinaus, weil Jesus ihnen aufgetragen hatte, das Königreich Gottes zu predigen und dann die Kranken zu heilen als eine Demonstration des Königreiches, das sie predigten und womit sie dienten. Und genau das taten sie dann, als sie hinausgingen und die Dörfer durchzogen, indem sie das Evangelium predigten und überall heilten. Das war eine Demonstration, bei der Gott das Wort bestätigte, das aus ihrem Mund kam. – Aber siehst du, die Sache bei diesem Gebiet der Autorität – denn ihnen wurde Autorität gegeben, und dann gingen sie hinaus und handelten gemäß ihrer Autorität – die Sache in Bezug auf Autorität ist die, dass es auch immer noch äußerlich ist. Und wenn ich äußerlich sage, dann spreche ich von einem Menschen, durch den Jesus wirkt. Wenn du an eine Person denkst, durch die Jesus wirkt, dann heißt das wieder, dass die Salbung, die Kraft von außerhalb nach innen in die zu heilende Person hinein kommt.

Somit haben wir also immer noch das äußerliche Element von freigesetzter Kraft in eine Person hinein. – Bei den Gaben des Heiligen Geistes dient uns der Vater. Der Herr segnet einfach sein Volk, und Gott demonstriert seine Liebe und dient uns, während seine Kraft freigesetzt wird in unserer Gegenwart. Das ist sehr kraftvoll, und wir brauchen das. – Und betrachten wir unsere Autorität in Christus, dann ist das ein weiterer Weg des Empfangens von Gott, bei dem die Kraft wieder äußerlich ist, d.h. sie kommt in dich von außerhalb nach innen. Mit anderen Worten, eine andere Person betet für dich, aber während die andere Person für dich betet, arbeitet Jesus durch diese Person. Denn wenn diese Person zu Jesus gehört, dann wohnt sein Leben in ihr, und sie schickt diese Salbung oder Kraft durch ihre Autorität genau in deinen physischen Körper. Sie könnte das z.B. durch Auflegen der Hände tun. Der Zweck des Händeauflegens ist das Freisetzen der Kraft, des Lebens Jesu genau in deinen physischen Körper hinein. Die Salbung oder Kraft wird freigesetzt aufgrund der Autorität. In Lukas 10,19 lesen wir, wie Jesus zu seinen Jüngern sprach: „Siehe, Ich habe euch Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über die gesamte Macht des Feindes, und keinesfalls wird euch irgend etwas schaden.“ – Er hat uns alles gegeben, was wir brauchen – nämlich Vollmacht bzw. Autorität über die ganze Kraft des Feindes. Uns mangelt es an gar nichts. Wir haben alles. Alles ist uns gegeben worden. Und wir brauchen uns nicht zu fürchten, dass uns etwas schaden könnte. Mit anderen Worten, wir brauchen uns nicht zu fürchten, wie es im Herzen mancher Christen der Fall ist, die sich fürchten, Autorität über den Teufel auszuüben, weil sie ihn fürchten, dass er irgendwie Macht hätte. Lass mich dir sagen, es gibt nur einen Gott, und es nicht der Teufel. Er steht nicht auf dieser Stufe, er hat nicht diese Art der Macht. Er ist ein geschaffenes Wesen, und er ist am Kreuz besiegt worden. Und wir erzwingen den Sieg von Golgatha durch unsere Autorität in Christus.

Nun kommen wir zum dritten Weg, dem des Glaubens im Herzen. – Wie wir gerade gesehen haben, sind die ersten beiden Wege der Gaben des Heiligen Geistes und unserer Autorität in Christus als äußerlich zu sehen. Die Salbung, die Kraft kommt von außerhalb in die empfangende Person hinein. Und bei dem Gebiet der Autorität kommt es durch eine dienende Person, während beim Gebiet der Gaben die Kraft direkt vom Vater kommt – ebenfalls von außen nach innen; seine Gegenwart, sein Leben, seine Kraft wird manifestiert. – Das letzte Gebiet, über das wir sprechen werden, ist das Gebiet unseres Herzens, und des Glaubens und Empfangens. Und ich erwähnte bereits die Schriftstelle aus Markus. 9,23, wo es heißt: „Wenn du könntest glauben! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.Es gibt buchstäblich nichts, das unmöglich wäre, egal in welchem Umstand oder welcher Situation wir uns befinden – vorausgesetzt, dass wir glauben können. Das Gebiet des Herzens und der Fähigkeit des Menschen zu glauben und zu empfangen involviert das Herz des heilungssuchenden Menschen. – Der Punkt, den ich hier in Bezug auf diesen dritten Weg betonen möchte, ist dieser: Das Gebiet des Empfangens durch den Glauben im eigenen Herzen ist innerlich.

Denken wir z.B. an die Errettung – in dem Augenblick, als wir Jesus annahmen als unseren Herrn und Retter, kam der heilige Geist von außen herein und gebar das Leben Christi in uns (s. Gal. 4,6). Unser Körper wurde zum Tempel Gottes (s. 1.Kor. 3,16), das Leben Christi wurde in uns geboren. Denken wir weiter an die Taufe im Heiligen Geist mit dem Beweis der Zungenrede. In Matthäus 3,11 wird Jesus als der Täufer genannt. Wenn du also Jesus bittest, dich im Heiligen Geist zu taufen, dann kommt von innen augenblicklich sein Leben, seine Kraft über dich und erfüllt dich und bekleidet dich mit dunamiswunderwirkender Kraft. Sein Leben, seine Gegenwart, seine Kraft ist nun in uns hinein gekommen und wohnt in uns, in unserem Körper als dem Tempel Gottes. – Deshalb kommt bei diesem dritten Weg des Empfangens einer Heilungsmanifestation die Salbung, die Kraft von innen. Es kommt nicht von außen in die heilungssuchende Person hinein, sondern jetzt empfängt diese Person aus ihrem eigenen Herzen, dem gemäß, wie ihr Herz glaubt, und es ist innerlich. Wir empfangen die Manifestation der Heilung von innen aus unserem eigenen Herzen.



Ich möchte im Anschluss detailliert über diese drei verschiedenen Gebiete des Empfangens sprechen, denn ganz gleich, in welcher Lage oder Situation du dich befindest, wenn dein Herz Verständnis über alle drei Wege des Empfangens hat, dann wirst du so viel offener sein, um mit Verständnis empfangen zu können.

Eine Sache, die ich auf jeden Fall klären möchte, wenn ich über das Gebiet der Gaben rede, ist dies: 1Kor. 12,9 erwähnt die Gaben der Heilungen, und dann nennt 1Kor.12,10 die Wunderwirkungen. Im Leib Christi werden die Gaben oft durcheinander geworfen und verwechselt. Die Bibel macht es aber klar, dass es sich hier um zwei verschiedene Gaben handelt. Und der Grund, warum ich darauf hinweise, ist, dass ich als Heilungsdiener im Laufe der Jahre Situationen begegnet bin, wo Leute im Leib Christi gegenüber anderen Menschen – besonders Menschen mit möglicherweise ernsthaften physischen Problemen – auf eine Weise kommuniziert haben, die sehr gefühllos, taktlos und manchmal richtig hartherzig und fehl am Platze war. Und so möchte ich dieses Gebiet ansprechen und verdeutlichen, dass es einen Unterschied gibt zwischen Wunderwirkungen und Gaben der Heilungen. Wenn das nicht so wäre, dann würden sie in der Schrift nicht getrennt aufgeführt.

Manchmal sprechen Christen so, als ob es keine Unterschiede zwischen den beiden gäbe. Einmal sprach ich in einer Versammlung über dieses Thema, und ich führte aus jahrelanger Erfahrung Beispiele von Menschen an, die ein Wunder brauchten, nicht einfach nur Heilung. Manche von ihnen hatten so ernste Probleme, dass sie ein schöpferisches Wunder brauchten. Der Unterschied zwischen Heilung und einem schöpferischen Wunder ist folgender: Wenn du eine Leber hast, die nicht richtig funktioniert, dann brauchst du kein Wunder – auch wenn es umgangssprachlich okay ist zu sagen: „Gott hat mich geheilt, es war ein Wunder.“ Aber Tatsache ist, dass wenn du etwas hast, das nicht korrekt funktioniert, dann brauchst du kein Wunder, sondern Heilung, damit deine Leber perfekt funktioniert. Aber wenn du keine Leber hättest, dann würdest du keine Heilung benötigen, sondern ein Wunder. Etwas muss in dir geschaffen werden. – Aber, siehst du, ich habe es in Versammlungen erlebt, dass Menschen ernstliche körperliche Probleme hatten, und andere Menschen haben ihnen gegenüber zum Ausdruck gebracht, dass ihre Situation nicht anders sei als die von Leuten, die einfach nur Heilung brauchen. Und das ist manchmal sehr gefühllos den Betroffenen gegenüber, und auch verwirrend. Menschen, die Wunder gebraucht haben, sind durch diese Art der Kommunikation irregeführt und auch verletzt oder verwundet worden. Zum Beispiel habe ich einmal in einer Versammlung über dieses Thema gesprochen und am Ende für Menschen gebetet. Und eine junge Frau kam nach vorn, die Heilung brauchte, aber auch Wunder. Sie hatte Deformationen und brauchte wirklich ein schöpferisches Wunder in ihrem Körper. Und sie war zuvor zu anderen Christen gegangen, um Gebet für Heilung zu empfangen. Aber die dienende Person hatte ihr gesagt, dass sie nicht genug Glauben hätte und dass sie einfach Gott vertrauen müsse. Sie war aus dieser Situation weggegangen mit dem Gefühl, dass etwas mit ihr nicht stimmte, dass ihr etwas fehlte und dass sie minderwertig sei im Vergleich zu allen anderen Personen im Leib Christi wegen ihrer körperlichen Probleme und anderer Dinge, die in ihr falsch waren. Und es hat sie sehr beeinträchtigt in ihrer Beziehung mit Gott.

Ich spreche das an, weil diese Form der Kommunikation von Christen ihren Mitmenschen gegenüber Schmerz und Verwundung erzeugt. Ich habe es schon erlebt, dass eine Person absolut nicht zum Gebet nach vorn kommen wollte, obgleich sie an all meinen Versammlungen teilgenommen und alle meine Vorträge angehört hatte. Schließlich nahm ein Familienmitglied Kontakt mit mir auf, bevor ich die Stadt wieder verließ, und bat mich darum, mit dieser Person zu sprechen. Und was ich herausfand, war, dass sie so tief verletzt worden war. Weißt du, Sprüche 13,12 sagt: „Hingezogene Hoffnung macht das Herz krank.“ – Siehst du, es gibt eine Art der Krankheit, die sich im Inneren festsetzen kann, wenn Menschen zum Gebet nach vorn gehen, doch sie empfangen nicht, und ihnen mangelt es an Verständnis, und sie schaukeln all ihre Hoffnung hoch, und dann werden sie enttäuscht, oder etwas anderes passiert, das im Inneren Schmerz und Verwundung verursacht. Es kann da buchstäblich eine Krankheit entstehen, so dass sie kein Gebet mehr empfangen wollen, weil sie der Schmerzen und Verwundungen überdrüssig geworden sind. Aber es gibt auch Menschen, die noch Gebet empfangen wollen, und die Dinge, die ihnen gegenüber kommuniziert werden, können sie genauso verwunden und ihnen Schmerz zufügen. – So, wie in dem eben erwähnten Beispiel, wo der heilungssuchenden Person gesagt wurde, sie hätte nicht genug Glauben.

Einer Person, die anderen dienen will, aber auf diese Weise kommuniziert, würde ich folgendes sagen: Zuerst mag es sein, dass die dienende Person angesichts von Versagen nicht schlecht aussehen will und deshalb einfach die Verantwortung für die Manifestation der Heilung auf die heilungssuchende Person verlagert und deshalb kommuniziert: Du hast ein Problem, du glaubst Gott nicht, du vertraust Gott nicht. Nun, ich glaube, das ist sehr gefühllos. Und wenn diese Art der Kommunikation stattfindet, dann würde ich die dienende Person zunächst einmal fragen, was ihre Erfolgsbilanz ist, wie viele Wunder sie sich bereits manifestieren sah und mit welcher Regelmäßigkeit; wie viele Leute mit dieser Art des körperlichen Problems sie bereits geheilt hat. Und ganz konkret, von den letzten 10 Personen, für die sie gebetet hat, wie viele haben Heilung empfangen? Denn wenn wir die Verantwortung auf eine andere Person legen, dann sollten wir zunächst fragen, wie sieht die Erfolgsbilanz der dienenden Person aus.

Siehst du, ich glaube, das ist sehr gefühllose Kommunikation, wenn wir einfach die Verantwortung auf jemand anderen verlagern, um dann wegzugehen. Und die Person bleibt verwirrt und verletzt zurück. Sie war mit einer Erwartung nach vorn gekommen, mit offenem Herzen, und plötzlich ist da Verwundung, tiefer Schmerz, eine innere Wunde, die möglicherweise geschaffen wurde wegen solch herzloser, gefühlloser Kommunikation. Denn wir sprechen hier über eine Person, die nicht einfach nur Heilung braucht, sondern ein ernsthaftes körperliches Problem hat und ein Wunder braucht, wie z.B. bei den Deformationen der jungen Frau, die ich erwähnte. Und weißt du, sie war in Tränen aufgelöst, sie war tief verletzt und fühlte sich minderwertig gegenüber allen anderen im Leib Christi. Und das entspricht nicht der Wahrheit. Wir sind alle gleich in Christus. Eine Person, die geboren wurde mit einem ernsthaften körperlichen Problem – andere Leute haben keine Ahnung von den Problemen, mit denen so eine Person zu kämpfen hat. Sie wollte dieses Problem nie haben, sie muss sich jetzt damit rumschlagen, und was sie braucht, sind brauchbare Antworten, nicht Gefühllosigkeit.

Aber ich kann aus meiner Erfahrung als Diener Gottes dies sagen: Wenn ich an den Anfang zurückdenke, erinnere ich mich an die Heilungen und Wunder, die ich sah, aber auch an die fehlende Beständigkeit in meiner Erfolgsbilanz. Manchmal sah ich, wie Gott wunderbare Dinge durch mich tat, aber manchmal passierte auch gar nichts. Zur damaligen Zeit mangelte es meinem Herzen noch sehr an Verständnis, wie man wirkungsvoll dient. Und was damals wirklich passierte, war, dass die Gaben durch mich wirkten. – Wir sprechen hier über dieses Gebiet der Gaben, die in unserem Leben operieren. Und wenn die Gaben im Gange sind, dann können sie das Herz des Dieners Gottes umgehen. Ich kann mich daran erinnern, als das erste Mal ein Wunder durch mich geschah. Und es handelte sich dabei um eine Person, die aus dem Rollstuhl aufstand. Und es war ein großartiges Wunder, aber in meinem Herzen hatte ich nicht dafür geglaubt. Tatsache war, dass ich noch sehr jung in meinem Glauben war, und die Gaben operierten in meinem Leben. Doch zu diesem Zeitpunkt gab es noch so viele Gebiete, wo mein Herz noch nicht im Wort gefestigt war und ich Unglauben im Herzen hatte. Und doch diente ich dieser Frau, deren 50jährige Tochter mich am Telefon bat, für ihre ca. 80jährige Mutter zu beten, die seit etwa 25 Jahren an den Rollstuhl gefesselt war und nicht mehr laufen konnte. Und ich erinnere mich noch daran, wie ich zu der Mutter am Telefon sagte: „Steh auf und geh!“ – Weißt du, ich habe diese Worte noch nicht einmal gedacht. Sie kamen durch den Geist Gottes einfach aus meinem Mund geschossen. Das war der Geist Gottes, das war Jesus, der durch mich sprach. Und noch während ich diese Worte sprach, legte die Frau das Telefon hin, und ich musste nun warten, was weiter geschehen würde, weil ich ja nicht körperlich zugegen war. Und ich saß da, und Unglauben stieg in mir hoch, und meine Gedanken waren: 'Oh mein Gott, diese arme alte Frau versucht jetzt aufzustehen. Und ich bin noch nicht einmal da, um sie aufzufangen.' – Zu diesem Zeitpunkt war mein Herz in bestimmten Bereichen definitiv noch nicht gefestigt, und ich hatte Unglauben in diesen Bereichen. Das Ergebnis kam definitiv nicht wegen meines Herzens und meines Glaubens, sondern es war eine Gabe im Gange. Jesus wirkte durch mich und überbrückte mein Herz. – Nach ein oder zwei Minuten nahm die Tochter der Frau das Telefon auf und sagte: „Nun … sie läuft!“ Und es war ein Wunder. Sie stand aus dem Rollstuhl auf und lief, obwohl das physisch unmöglich gewesen war. Aber Gott tat etwas Übernatürliches durch die Gaben des Heiligen Geistes.

Siehst du, wir sprechen über das Wirken der Gaben, die auch das Herz des Dieners Gottes überbrücken können in schwerwiegenden Situationen. Es gibt Zeiten, wo wir als Diener Gottes das Problem sind und wir in unserem Wandel mit Gott noch viel lernen müssen. Und damals am Anfang sah ich keine Beständigkeit, aber im Laufe der Zeit lernte ich auf vielen Gebieten dazu. Und inzwischen habe ich so vielen Menschen gedient, dass ich die Zahl schon gar nicht mehr überblicken kann; hunderte und tausende von Menschen, für die ich gebetet habe. Es ist Teil meines Trainings für den Dienst gewesen – Menschen zu dienen. Und im Laufe der Jahre hat der Heilige Geist mich so viel gelehrt, Gottes Wort wurde mir erschlossen, ich erhielt Antworten auf so vielen Gebieten, so dass ich jetzt in meinem Dienst auf dem Gebiet der Heilung sehr viel Beständigkeit sehe. Ich war in Versammlungen, wo jede einzelne Person, für die ich betete, Heilung erfuhr. Ich sehe das nicht immer, aber ich habe jetzt sehr viel Zuversicht, wenn es um dieses Gebiet der Heilung geht und darum, für Menschen zu beten. Und ich habe auch Situationen erlebt, wo Menschen Schwierigkeiten hatten zu empfangen; aber jetzt hat mein Herz Verständnis, und deshalb bin ich fähig, ihnen beim Empfangen zu helfen und ihnen dadurch effektiv zu dienen. – Weil ich jetzt Gottes Wort und Gottes Wege besser verstehe, sehe ich auch bessere Ergebnisse – weil ich mich verändert habe. Im Laufe der Jahre hat Gott in mir gearbeitet, und dadurch kann Jesus jetzt auch effektiver durch mich wirken. – Das Gebiet der Gaben des Heiligen Geistes … ich sehe mehr und mehr davon in meinem Leben wirken, mehr und mehr Kraft, mehr und mehr, was passiert. Es sind Dinge in meinem Leben als Diener Gottes, für die ich immer noch glaube, dass ich sie sehen werden. Und ich werde sie sehen – auf dem Gebiet der Wunder. Ich sehe schon immer mehr auf dem Gebiet der Wunder, und ich werde noch mehr sehen. Und ich habe sehr viel Zuversicht, wenn es um das Gebiet der Manifestation von Heilung geht. Aber ich habe mich im Laufe der Jahre geändert.

Der Punkt, den ich hier aus meiner Perspektive als Diener Gottes machen will – ich habe die Veränderung in meinem Leben über die Jahre hinweg gesehen. Und deshalb kann Jesus jetzt in größerem Maße durch mich wirken. Und es ist dasselbe Prinzip im Leben von uns allen. Siehst du, ob du zum fünffältigen Dienst (s. Eph. 4,11) berufen bist oder nicht, jeder einzelne von uns ist ein Diener Gottes. Es geht einfach darum, anderen Menschen zu dienen – und jeder von uns kann Menschen zur Errettung führen. Jeder von uns kann Menschen dienen. Und wenn unser Herz Verständnis erlangt hat, kann Jesus auch desto effektiver durch uns wirken auf diesem Gebiet der Heilung. Jeder kann das tun, was ich tue. Das ist nicht für ein paar Auserwählte. Jesus will durch jeden von uns wirken, und alle im Leib Christi werden gebraucht, damit die Arbeit erledigt werden kann. Deshalb ist es so wichtig, dass unsere Herzen Verständnis von seinem Wort und seinen Wegen haben, damit wir Jesus nicht behindern, sondern er viel effektiver und kraftvoller durch uns wirken kann und wir Menschen für ihn erreichen können.



Im Zusammenhang mit diesem Gebiet der Gaben des Heiligen Geistes möchte ich nun auch noch über einen Punkt sprechen, den ich schon ganz am Anfang erwähnt habe – und zwar die Zeugnisse von Menschen mit übernatürlichen Heilungserlebnissen. Ich möchte dazu das Zeugnis einer Frau als Beispiel nehmen, über die ich einmal gelesen hatte. Als junge Frau hatte sie so schlimme physische Deformationen, dass sie nicht laufen konnte, weil ihre Knochen völlig verdreht waren. Jesus sprach zu ihr und sagte ihr, dass er sie heilen würde. Er sagte, dass er am Freitag um 15 Uhr kommen und sie heilen würde. Nun, das ist sehr konkret. Ihre Familie dachte, dass sie halluziniere oder so was. Aber Jesus hatte es gesagt. – Nun, es gibt keine Stelle in Gottes Wort, die uns verspricht, dass Jesus Hausbesuche abstatten würde, wenn wir Probleme haben. Aber auf der anderen Seite – kann er es tun? Nun, natürlich kann er es tun, wenn er es will. Jedoch ist dies kein Weg, der uns irgendwo versprochen wurde. Das ist der Grund, warum ich über dieses Gebiet sprechen möchte. Denn es gibt Leute, die diese Art der Zeugnisse weitergeben, wo übernatürliche Dinge passiert sind und sie einzigartige Erlebnisse mit Gott hatten. Und hin und wieder werden Menschen im Leib Christi dadurch verwirrt, wenn sie so etwas hören. Einerseits mögen sie durch solch kraftvolle Zeugnisse gesegnet werden, aber andererseits werden sie auch verwirrt, weil sie die Wege des Empfangens von Gott nicht verstehen. Und sie hören die Zeugnisse von Menschen mit solch einzigartigen Erlebnissen, und sie wissen, dass Gott es tun kann, und dann warten sie auf Gott, damit er etwas Ähnliches für sie tut, und manchmal reicht das Verständnis in ihrem Herzen nicht über diesen Punkt hinaus. Sie verstehen überhaupt nicht die Aspekte des Empfangens vom Vater. Und manchmal legen Leute im Leib Christi dann auf Gott die Verantwortung, die er eigentlich auf uns gelegt hat.

Diese Art der Zeugnisse ist ohne Zweifel kraftvoll, und sie geschehen hin und wieder. Auch meine Frau ist ein Beispiel dafür. Sie wuchs in einer ungläubigen Umgebung auf. Als Kontrast – ich wuchs in einer christlichen Familie auf, die regelmäßig zur Kirche ging. Mein Vater war ein Pastor, somit hörte ich das Evangelium, ich antwortete darauf, ich empfing Lehre aus Gottes Wort, ich wuchs auf diese Art auf. Aber meine Frau hatte einen Stiefvater, der seinen Kindern verbot, jemals eine Kirche zu betreten. Sie las deshalb auch niemals eine Bibel und hatte in dieser Hinsicht keinerlei Verständnis. Und sie wurde von Leuten ferngehalten, die es ihr hätten geben können. Ihre ältere Schwester, die mittlerweile das Haus verlassen, geheiratet und Rettung empfangen hatte, betete dann für sie. Und Gott sagte der älteren Schwester, was er tun würde in Bezug auf die Rettung meiner Frau, ihre Heilung und ihre Taufe im Heiligen Geist. Und die ältere Schwester kam dann zu Besuch wegen dem, was Gott gesprochen hatte. Und meine Frau war mitten auf einem Heufeld, als sie letztendlich das Erlebnis hatte, wovon Gott zu ihrer älteren Schwester gesprochen hatte. Und zu Beginn des Erlebnisses, das meine Frau hatte, betete sie: „Gott, wenn du wirklich echt bist, dann beweise es – jetzt oder nie!“ Und Gott ist echt – er manifestierte seine Gegenwart, die Kraft Gottes traf sie, ihre Füße flogen unter ihr weg, und sie landete auf der Erde. Sie hatte ein ehrfurchtsgebietendes, mächtiges Erlebnis mit Gott. Er manifestierte seine Gegenwart, und ihr Rettungserlebnis – wie sie Jesus annahm – ist ein großartiges Erlebnis. Er setzte sie frei und diente ihr so effektiv und kraftvoll. Und als sie dann wieder aufstand, kam ihr der Gedanke: „Nun, das Wenigste, das du tun könntest, wäre, mir zu danken.“ Und sie dachte, dass dies wahr sei, erfüllt wie sie war von Gottes Liebe und seiner Gegenwart und Kraft. Sie öffnete den Mund, um Gott zu danken. Und als sie das tat, fing sie an in Zungen zu reden. Nun, sie hatte keine Ahnung, was sie da tat. Sie dachte, sie hätte die Fähigkeit verloren, Englisch zu sprechen. Ihre ältere Schwester war ihr gefolgt und hatte sich hinter Bäumen versteckt, und als sie hörte, wie meine Frau in Zungen redete, kam sie jauchzend und rufend angelaufen, weil sie wusste, dass Gott genau das getan hatte, was er versprochen hatte.

Weißt du, Gott hat eine Absicht damit, wenn eine Person ein übernatürliches Erlebnis hat, das sich außerhalb der drei Wege bewegt – wie z.B. Jesus, der am Freitag um 15 Uhr in das Zimmer dieser jungen Frau trat. Denn Freitag um 15 Uhr – weißt du, sie hatte ihre Eltern überredet, dass sie ihr bestes Kleid tragen durfte, und die Eltern dachten, sie wäre durchgedreht – aber dann Freitag um 15 Uhr trat Jesus höchstpersönlich in ihr Zimmer. Und es war kraftvoll, was geschah. Ihre Knochen wurden gerade. Es war ein Wunder, was passierte. Und alles wurde dokumentiert und nachgewiesen. Aber weißt du, du hörst diese Art des Zeugnisses, und manche Menschen, die bereits Unglauben im Herzen haben, können es nicht annehmen. Es ist einfach zu viel für sie. Aber andere hören es, und sie warten darauf, dass Jesus etwas ähnlich Einzigartiges für sie tun wird. Und ihnen mangelt es an Verständnis. Und so will ich über diese Gebiete reden, denn wir haben in der Bibel keine Versprechen, dass Jesus Hausbesuche machen würde und du ihn nur rufen bräuchtest, wenn du Heilung brauchst, damit er kommt. – Aber kann er es tun? Natürlich, wenn er es will, kann er es – wie z.B. im Fall meiner Frau. Gott hatte eine Absicht damit, und jemand war da, der dafür gebetet hat, und Gott antwortete, und die Art, die er wählte zu antworten, sorgte für ein kraftvolles Zeugnis. Und diese Zeugnisse im Leib Christi sind wunderbar. Sie ermutigen und öffnen die Herzen vieler Menschen, weil sie Gottes Güte sehen, und von seiner Liebe hören. Und es öffnet ihre Herzen dem Vater gegenüber. Es hilft ihnen, sein Wesen und seinen Charakter kennenzulernen, wer er tatsächlich ist und welche Liebe er für uns hat.

So, ja, diese Zeugnisse sind nützlich und gut. Aber wir sprechen darüber, eine physische Manifestation der Heilung oder ein Wunder zu empfangen. Wir sprechen davon, woher die Kraft kommt und wie man sie empfängt. Aber wenn die übernatürlichen Zeugnisse alles sind, was du verstehst, dann wirst du passiv bleiben, wenn es darum geht, von Gott zu empfangen, weil du auf dieselbe Art empfangen willst, obwohl Gott nicht zu dir gesprochen und dir gesagt hat, dass er dies tun würde. – Auf der anderen Seite, wenn Gott zu dir spricht und dir sagt, dass er etwas tun würde, und es ist wirklich Gott, dann kannst du dich daran festhalten.

Wenn ich jedoch einmal bei diesem Punkt bin, möchte ich dies anmerken: Manchmal sind da Leute im Leib Christ, die anderen ein prophetisches Wort geben auf diesem Gebiet der Heilung, aber auf eine Art und Weise, die das Ende offen lässt und keine konkrete Aussagen trifft – die Art von Prophetie, die eine Person passiv zurücklässt, wartend, dass Gott etwas tun würde, doch letzten Endes vergehen Jahre, ohne dass etwas passiert wäre. Diese Art prophetischer Rede mag nur von der redenden Person stammen, nicht von Gott. Jesus redete z.B. zu der jungen Frau sehr konkret. Er hat nicht gesagt: „oh, ich komme und heile dich“, so dass sie sich für den Rest ihres Lebens fragen musste, wann es wohl geschehen würde, sondern er sagte ihr ganz genau, wann er kommen würde. Und, weißt du, wenn du wirklich von Gott hörst, dann wird es auch so geschehen, wie er es gesagt hat. Deshalb möchte ich dich ermutigen Zurückhaltung zu üben im Akzeptieren von prophetischer Rede, die zu viel offen lässt. Denn die Gefahr dabei ist, dass dein Herz dabei passiv zurückbleibt und du von nun an darauf wartest, dass Gott etwas tut, während du echtes Verständnis erlangen könntest über die Wege des Empfangens von Gott. Sicherlich sagen Christen manchmal Dinge, um andere zu ermutigen, aber sei vorsichtig, prophetische Worte zu akzeptieren, die nicht konkret sind, die nicht bestätigt werden können, die nicht zu dem passen, was Gott bereits zu dir gesprochen hat und es dadurch offensichtlich für dich wäre, dass es Gott ist.

Aber Gott tut dies in der Tat – diese Art der Zeugnisse und kraftvolle Dinge, die passieren. Aber er wird es dir sagen, wenn du auf diesem Weg empfangen sollst. Deshalb ist es wunderbar, diese Zeugnisse zu hören. Gott verfolgt einen Plan damit, wenn er dies im Leben von Menschen tut, und du kannst vom Hören dieser Zeugnisse profitieren. Aber wenn es um das aktive Empfangen von Gott geht, dann ist es wichtig, dass du die verschiedenen Wege verstehst. Denn obwohl Gott diese Dinge tun kann, haben wir kein Versprechen in Gottes Wort, dass er es so tun wird. Aber andere Wege finden wir in Gottes Wort bestätigt. Und der erste Weg, über den ich sprechen möchte, sind die Gaben – Gaben der Heilungen und Wunderwirkungen. Und ich habe bereits erwähnt, dass es einen Unterschied zwischen diesen beiden Gaben gibt. Und es ist wichtig, dass du das verstehst, denn wenn du etwas hast, das nicht richtig funktioniert, dann brauchst du Heilung. Aber wenn dir etwas komplett fehlt, dann brauchst du ein schöpferisches Wunder.



Ich möchte nun das Gebiet der schöpferischen Wunder näher betrachten. Markus 6,52 sagt: „denn sie waren durch die Brote nicht verständig geworden, sondern ihr Herz war verhärtet.“ – Nun, hier wird zurückgeblickt auf das Wunder mit den Broten, das Jesus kurz zuvor vollbracht hatte. Aber es geht jetzt um den Zustand der Herzen der Jünger bei einer späteren Begebenheit. Denn unter dem Druck neuer Ereignisse reagieren sie nicht angemessen. Und aus Mk. 6,52 lernen wir, dass jetzt zu dem späteren Zeitpunkt das eigentliche Problem darin besteht, dass ihre Herzen verhärtet sind. Und der Grund für die Verhärtung ihrer Herzen ist, weil zuvor, als ein Wunder geschehen war (mit der Vermehrung der Brote und der Fische), sie nichts dadurch gelernt hatten. Sie hatten alles genau gesehen. – Denk dabei auch an Menschen, die Wunder beobachten, die evtl. in Gottesdiensten sitzen und Zeugnisse von Wundern hören, aber sie werden durch das Wunder nicht verständig. Und hier bedeutet „verständig zu werden“, darüber nachzusinnen und die Umstände in Betracht zu ziehen.

Lass mich das auf praktische Weise veranschaulichen. – Was sahen die Jünger (in Mk. 5,35ff.)? Zuallererst wiesen sie Jesus auf ein Problem hin, indem sie ihm sagten, dass er diese Menschenmenge entlassen sollte, weil sie Nahrung benötigten. Nun, Jesus wusste das, und er hatte auch schon Vorsorge getroffen, denn er wusste bereits, was der Vater tun würde. Er wusste, woher die Versorgung kommen würde, aber die Jünger wussten es nicht. Jesus stellte die Jünger auf die Probe mit diesen Umständen. Er sagte: „Gebt ihr ihnen zu essen!“(Mk. 6,37). Schau, wie sie reagierten. Sie wussten genau, wie viel Geld sie hatten. Denk über ihre Situation nach. Sie waren da draußen in der Wildnis, aber sie wussten genau, wie viel Geld sie hatten. Das verrät gleich, worauf sie vertrauten, denn sie schauten auf ihre eigene Versorgungsquelle. Und die meisten von uns können sich leicht im Verhalten der Jünger widergespiegelt sehen. – Unter dem Druck der Umstände, als Jesus sagte: „Gebt ihr ihnen zu essen!“, schauten sie wie viel Geld sie hatten und stellten fest, dass es einfach unmöglich war, Nahrung für so viele Menschen zu besorgen. Sie taten das, was wir so oft tun. – Sie schauten auf ihre eigenen Ressourcen. Sie handelten aus ihrer eigenen Kraft heraus, und dachten nicht im Geringsten daran, sich von Gott abhängig zu machen. Und hier waren sie unter diesen Umständen, und Jesus forderte sie heraus, um zu sehen, was in ihren Herzen ist.

Unter Druck können wir sehen, was tatsächlich in uns drin ist, was wirklich aus unserem Herzen kommt. Wenn du unter Druck gerätst und keine Zeit hast nachzudenken, dann zeigt sich, was du wirklich glaubst – nicht was du sagst, dass du es glaubst – an den Dingen, die aus deinem Mund geschossen kommen. Wie Mt. 12,34 sagt: „...aus der Fülle des Herzens redet der Mund.“ Du kannst dein eigenes Herz kennenlernen, wenn du lernst zuzuhören und zu sehen, wie du unter Druck reagierst.

Und die Jünger „waren durch das Wunder mit den Broten nicht verständig geworden, sondern ihr Herz war verhärtet.“ Sie waren jetzt in dieser neuen Situation, aber zuvor hatten sie sehen können, was Jesus getan hatte, denn ein Wunder war geschehen. Sie hatten nur ein paar wenige Brote und Fische gehabt, doch Jesus hatte sie genommen – und dann war in der Tat ein schöpferisches Wunder geschehen. Seine Kraft, sein Leben, das Leben Gottes wurde freigesetzt genau in die Brote und Fische hinein, denn sie vermehrten sich. – Auf natürlicher Ebene ist das für einen Menschen physikalisch gesehen unmöglich zu tun. Das war Gott, das war übernatürlich – aber es war Gott, der durch einen Menschen wirkte. Denn Jesus nannte sich selbst „Sohn des Menschen“ – Er war ein Mensch. Ja, er war Gott, aber er war auch Mensch. Er ist uns ein Vorbild darin, wie wir in den Dingen Gottes operieren sollen, denn wir sind Jesu Jünger. Wir bekommen unser Muster von ihm. Er ist unser Vorbild. Und Jesus setzte sein Leben genau in die Nahrungsmittel hinein frei. Es war ein Wunder, das die Jünger bis ins kleinste Detail zu sehen bekamen. Sie konnten die Umstände von Anfang an sehen, wie Jesus sie herausforderte und wie schließlich die Vermehrung buchstäblich vor ihren Augen stattfand und sie das Essen an die Menschenmenge austeilen konnten. Aber dann später sind sie in einer anderen Situation, und wir lesen: sie waren durch das Wunder mit den Broten nicht verständig geworden, sondern ihr Herz war verhärtet … Sie sahen das Wunder. Aber obgleich sie anwesend waren, hatten sie nicht die Zeit genommen, wie auch viele Christen heutzutage, um innezuhalten und nachzudenken über die Gründe.

Ich gebe dir ein Beispiel, wovon ich spreche. Es gibt Versammlungen, in denen kraftvolle Dinge passieren. Als Diener Gottes habe ich gelernt, andere Diener Gottes zu beobachten, wenn sie dienen. Ich beobachte und höre gleichzeitig auf den Heiligen Geist. Und manchmal sehe ich, wie Diener Gottes Dinge tun unter der Salbung des Heiligen Geistes, und es ist beeindruckend, wirklich gut. Ich erinnere mich an eine Situation, wo mehrere Diener wirkten. Und ein weiterer Diener Gottes stand auf um zu dienen, und es war wirklich einzigartig, was er in dieser Situation tat. Denn ehe er anfing, mit dem Wort zu dienen, tat er etwas für 10-15 Minuten, das Veränderung in die Herzen der Zuhörer brachte. Die meisten Anwesenden waren sich dessen überhaupt nicht bewusst, was er getan hatte. Aber schließlich sagte er: „Okay, jetzt können wir mit dem Wort dienen.“ Er wusste ganz genau, was er getan hatte. Denn die Herzen der Menschen waren jetzt wieder offen, das Wort zu empfangen, denn der vorherige Diener hatte auf eine Weise gedient, die die Herzen der Anwesenden auf so vielen Gebieten verschlossen hatte. Doch der nächste Diener hatte die Herzen der Leute zurück zu einem Platz gebracht, wo sie wieder offen waren zu empfangen. Es war wirklich einzigartig, was er tat. Aber die meisten Leute hatten es überhaupt nicht bemerkt. Deshalb lerne es zu beobachten. Oft verlassen Menschen Versammlungen sehr beeindruckt von der kraftvollen Atmosphäre, aber sie verstehen nicht das Warum und den Nutzen, und sie gehen weg und halten auch nicht inne, um wirklich zu verstehen, was geschehen ist, was Gott getan hat und warum Dinge geschehen sind, so dass ihre Herzen Verständnis erlangen könnten.

Die Dinge, die Gott in unserem Leben tut, die Heilungen, die Wunder, die er tut, seine Antworten auf unsere Gebete –wenn du nicht innehältst und diese Dinge bedenkst, um sie frisch zu halten in deinem Herzen, dann gehst du einfach weiter im Leben, und dein Herz kann verhärten und angefüllt werden mit Unglauben. Und dann später im Leben unter neuen Umständen werden dir die vorangegangenen Erlebnisse und Erfahrungen mit Gott, wo du seine Treue sehen konntest, nicht den Nutzen bringen, den sie dir bringen sollten, weil dein Herz in einem Zustand des Unglaubens ist. Und dann stehst du diesen neuen Herausforderungen gegenüber, doch dein Herzen ist unfähig, Gott unter den neuen Umständen zu vertrauen – weil du die Dinge, die Gott zuvor in deinem Leben getan hatte, nicht bewahrt, nicht bedacht, nicht frisch gehalten hast.

Wir sollten uns immer wieder die Zeit nehmen, zurückzugehen und Heilungen, Wunder und die verschiedenen Dinge, die Gott in unserem Leben getan hat, zu erwägen, über seine Treue in unserem Leben nachzudenken, wo er uns überall schon durchgetragen und geholfen hat – zurückzugehen und Verständnis zu suchen, und dabei den Heiligen Geist unseren Lehrer sein lassen. Siehst du, die Jünger hatten dies nicht getan. Sie waren da, sahen jedes Detail, sie konnten Jesus beobachten und alles was er tat, aber ihre Herzen profitierten nicht davon. Und wir finden anschließend heraus, dass ihre Herzen in einem verhärteten Zustand waren. – Weißt du, Menschen können durch neue Umstände gehen, obgleich sie bereits die Treue Gottes erlebt hatten, und wenn sie durch die neuen Lebensumstände entmutigt werden, dann drehen sie sich um und geben Gott die Schuld. Und sie erkennen noch nicht einmal den Zustand ihres eigenen Herzens. Es gibt viele Christen, die nicht innehalten und ihr eigenes Herz betrachten und wie sie wirklich glauben. Aber wenn dein Herz verhärtet wurde, dann ist es unempfindlich und hart wie ein Stein für die Berührungen Gottes geworden. – Unempfindlich für Gott, weil wir dann viel sensibler für die Botschaften unserer fünf Sinne und der Dinge dieser Welt sind, als wir es für das Empfangen von Gott sind, für seine Wege und für Gottes Geist in unserem Inneren. Wir sind unempfindlich gegenüber Gott, obwohl wir Wissen über ihn haben.

Ein weiteres Beispiel das Gebiet der Wunder betreffend finden wir in Johannes 2,1-11, wo von einer Hochzeit berichtet wird, zu der auch Jesus, seine Mutter und seine Jünger eingeladen waren. In Vers 3 wird erklärt, dass der Hochzeitsgesellschaft der Wein ausging. Und es ist interessant zu sehen, wie sich Jesu Mutter in dieser Situation verhielt, denn sie ging zu ihm und sagte, dass kein Wein mehr da sei. – Jesus antwortete ihr eher abschlägig, doch die Mutter ließ sich nicht irritieren. Sie sprach zu den Dienern (wahrscheinlich hatte sie sie gleich mitgebracht) und sagte ihnen einfach, das zu tun, was immer Jesus ihnen auftragen würde. Wir sehen, dass die Mutter Jesus dazu brachte, etwas zu tun ehe seine Zeit wirklich gekommen war. Dies ist ein gutes Beispiel, wie man etwas fest ergreift, Gott vertraut und ihm für etwas glaubt. Denn Jesus vor seiner Zeit zu bewegen – in der Tat sagt dies etwas über das Herz seiner Mutter aus: Zum einen, als sie keinen Wein mehr hatten, wusste sie, dass er etwas dagegen tun konnte. Dies mag zwar das erste aufgezeichnete Wunder sein, wie die Schrift hier sagt (Joh. 2,11), aber ich glaube nicht, dass es das erste Wunder war, dass Jesus physisch auf der Erde getan hat, denn seine Mutter hatte große Zuversicht, dass er das Problem lösen könnte. Das sagt mir, dass seine Mutter schon viel gesehen hatte. Und zum anderen – sie hatte Verständnis, denn sie sagte den Dienern zu tun, was immer Jesus befahl. Ich glaube, dass sie schon zuvor Dinge gesehen hatte, und wenn Jesus ihr gesagt hatte etwas zu tun, dann geschahen Dinge. Sie hatte schon einiges erlebt mit Jesus, lange vor dieser Situation, und ihr Herz hatte Zuversicht.

Und weiter im Text sehen wir folgendes: “Jesus spricht zu [den Dienern]: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis oben an. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister! Und sie brachten es. Als aber der Speisemeister das Wasser gekostet hatte, das Wein geworden war - und er wusste nicht, woher er war, die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es - ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jeder Mensch setzt zuerst den guten Wein vor, und wenn sie betrunken geworden sind, dann den geringeren; du hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt” (Joh. 2,7-10).

Wasser wird in Wein verwandelt. Das ist ein Wunder. Etwas wird hier geschaffen. Ich glaube nicht, dass der Wein, der hier geschaffen wurde, einfach nur guter Wein war. Dann wäre die Reaktion des Speisemeisters anders gewesen. Dann hätte er wahrscheinlich den Bräutigam nur angeschaut, und sich seinen Teil gedacht. Aber dieser Mann war motiviert, mit dem Bräutigam Kontakt herzustellen und zu sagen: „Du hast das Beste bis zuletzt aufbewahrt!“ Mit anderen Worten, das Gute, wovon er hier spricht, ist der beste Wein, den er jemals gekostet hat. – Siehst du, Gott gibt nicht das Zweitbeste. Ich glaube, wenn wir das Zweitbeste empfangen, dann liegt das einfach am Zustand unseres Herzens und wie wir empfangen.

Nun, dies war ein Wunder von der Art, wo unsere Herzen umgangen werden können, denn weder der Bräutigam in dieser Geschichte noch der Speisemeister hatten Ahnung, was passierte, denn das Problem war gleich vor Jesus gebracht worden. Ihre Herzen waren nicht involviert. Und es war ein Wunder, denn etwas wurde geschaffen. Aber wir sehen hier auch Gottes Art der Versorgung – Gott gibt nicht das Zweitbeste. Gott hat uns mit Jesus sein Allerbestes gegeben.

Denk mal über das Wesen, den Charakter einer gebenden Person nach. Wenn eine Person gibt, dann drückt das manchmal den Wert aus, den sie einer Situation, einem Umstand oder einer Person beimisst. Wenn Menschen großzügig geben, aus ihren Herzen heraus, bringt das deutlich etwas zum Ausdruck. Denn wenn du dem Herrn etwas gibst aus einem fröhlichen Herzen heraus, dann gibst du aus Liebe, weil du ihn liebst und geben will, nicht weil du musst. Du willst geben. Ich glaube, das ist die Qualität des Herzens der gebenden Person, weil sie das Wesen der Person versteht, der sie etwas gibt.

Ich glaube, dass Gott sein Herz uns gegenüber demonstriert hat, nämlich durch die Qualität seiner Gaben und wie er gibt. Ich glaube, wenn wir das Zweitbeste empfangen, dann liegt es an uns, nicht an ihm. Manchmal gibt es Zeiten im Leben – ich denke an Leute, die durch Probleme gegangen sind, vielleicht zu dem Punkt, dass sie eine Armuts-Mentalität entwickelt haben, und sie sagen Dinge wie: „Ach, ich will Gott nicht zur Last fallen. Ich brauche nicht viel...“ Und diese Form der Kommunikation kommt aus einem Armuts-Herzen, weil sie ihren Mangel verinnerlicht haben. Sie wollen ihre Bedürfnisse erfüllt haben, aber sie versuchen irgendwie demütig dabei zu sein. Und sie offenbaren einfach nur den Zustand ihres Herzens, ihre Armuts-Mentalität. Gott ist ein Geber. Er gibt sein Bestes. Wenn der Mensch nur das Zweitbeste empfängt, liegt das einfach am Zustand seines Herzens. Dann muss sich unser Herz ändern, denn Gott hat bereits die Art und Weise demonstriert, wie er gibt.

Ich möchte diesen Punkt der schöpferischen Wunder mit einer Begebenheit abschließen, wo für eine Person für Heilung gebetet wurde, ohne dass Resultate sichtbar wurden. Und schließlich sprach Gott zu einer der betenden Personen und sagte, dass die betroffene Person keine Heilung brauchte, sondern ein schöpferisches Wunder. Und so fragten sie schließlich die betroffene Person, und sie erhielten die Bestätigung, dass tatsächlich etwas in ihrem Körper fehlte. Diese Person brauchte keine Heilung, sondern ein schöpferisches Wunder, denn es musste etwas geschaffen, nicht einfach nur geheilt werden. – Schöpferische Wunder sind ein Teil des Gebietes der Gaben des Heiligen Geistes.



2. Teil



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