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Übersicht über Gottes Heilsplan in der Bibel



Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.

(1.Mose 1,1)



Am ersten Tag schuf Gott das Licht und trennte es von der Finsternis und nannte sie Tag und Nacht. (1.Mose 1,3-5)

Am vierten Tag schuf Gott die Sonne, den Mond und die Sterne. (1.Mose 1,14-19)

Am zweiten Tag machte Gott eine Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste und nannte er sie Himmel. (1.Mose 1,6-8)

Am fünften Tag schuf Gott die Lebewesen des Meeres und die Vögel. (1.Mose 1,20-23)

Am dritten Tag schuf Gott das trockene Land und die Pflanzen. (1.Mose 1,9-13)

Am sechsten Tag schuf Gott alle Lebewesen auf dem Land und auch den Menschen. Und Gott sah alles,was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut. (1.Mose 1,24-31)



Im 1. Buch Moses, zweites Kapitel, erfahren wir Details, wie Gott Adam und Eva schuf, sie in den Garten Eden setzte und Gemeinschaft mit ihnen pflegte. Aber das wichtigste Detail wird bereits in Kapitel 1 mitgeteilt – nämlich dass Gott den Menschen in seinem Ebenbild schuf (1.Mo. 1,26-27), was bedeutet, dass Gott seinen Geist in den Menschen gelegt hat; etwas, das er für kein anderes Lebewesen getan hat.

Adam und Eva hatten alles, was ihr Herz nur begehren konnte; nur eines durften sie nicht haben:

Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben! (1.Mo. 2,16-17)

Aber sie gestatteten es einer Schlange (hinter der eigentlich Satan steckte), sie zu verführen, und sie taten das genaue Gegenteil von dem, was Gott ihnen gesagt hatte. Und so starben sie auf der Stelle im Innersten ihres Wesens einen geistlichen Tod – ihr Geist funktionierte zwar noch, war jetzt aber vom Leben Gottes abgeschnitten – und der physische Tod würde irgendwann folgen.



Indem sie sich von einer Schlange (und damit Satan) dazu überreden ließen, aus der Harmonie mit Gott herauszutreten (denn genau das geschieht, wenn wir gegen ihn ungehorsam sind und sündigen), brachten sie die absoluten Gesetzmäßigkeiten, auf die die Schöpfung gegründet ist, aus dem Gleichgewicht.

Auch wenn es sich für uns heutzutage sogar spaßig anhören mag, mal für etwas Wirbel in der kosmischen Ordnung zu sorgen, so ist das Universum doch auf geistlichen Gesetzen verankert. (Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass das Sichtbare nicht aus Erscheinendem geworden istHeb. 11,3.) Genauso wie wir wissen, dass es nicht wirklich schlau ist, gegen die Naturgesetze zu verstoßen (wenn man zwei Schritte über einen Abgrund hinausläuft, ist das tödlich, obgleich das Gravitationsgesetz an sich wirklich ein sehr nützliches Naturgesetz ist), genauso ist die Missachtung der Gesetze der geistlichen Welt (der absoluten Wahrheit, der Gerechtigkeit Gottes, auf die das ganze Universum ausgerichtet ist) alles andere als gut oder weise. Und so wurde durch die Sünde das Leben der Menschen, das hätte so herrlich sein können, nachhaltig verdorben.

Durch die Sünde kam der Tod in die Welt. Tod bedeutet in erster Linie „Trennung“ – und zwar Trennung vom Leben Gottes und daraus resultierender Verfall sowohl auf geistlicher als auch körperlicher Ebene. Doch nicht nur das – denn obwohl Gott die Menschen zu den Göttern dieser Welt gemacht hatte (dies spricht von der Autorität über irdische Angelegenheiten, vgl. 1.Mo. 1,26; Ps. 82,6; Joh. 10,34-36), hatte der Mensch sich nun durch den bereitwilligen Gehorsam gegen den Teufel auch diesem versklavt (Rö. 6,16), und zwar in dem Ausmaß, wie die Sünde im Herzen einer Person gefestigt ist. Seitdem ist die Sünde die Kraft im Leben eines Menschen, die dem Satan Zutritt verschafft, um Chaos und Zerstörung im Leben dieser Person und in ihrem Umfeld anzurichten (Rö. 6,23). – Weitere Erklärungen und Bibelstellen zu diesem Punkt befinden sich in diesem Artikel: Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.

Gott hatte uns Menschen geschaffen, damit wir seine Liebe genießen und Gemeinschaft mit ihm haben könnten. Aber durch die Sünde wurde der Mensch sofort mit Furcht erfüllt, so dass er sich von nun an vor Gott verstecken, seine eigenen Wegen gehen, unabhängig von Gott aber dafür abhängig vom Satan leben würde. Und so war die Menschheit von diesem Zeitpunkt an in immer größerem Ausmaß damit beschäftigt, ihre eigene Zerstörung zu bewirken (unter den sachkundigen Anweisungen des Teufels).

Und trotzdem hörte Gott nicht auf, jeden einzelnen Menschen zu lieben mit der Liebe eines wahrhaftigen Vaters. Aber es gab jetzt noch ein Problem. Eugene Peterson drückte es so aus: „Wir wollen Gott nicht wirklich. Wir wollen unsere eigenen Götter sein.“ (Writer's Symposium by the Sea, 23.02.07). – Diese Aussage trifft wahrscheinlich auf die meisten Mitglieder der menschlichen Art zu. Als wir uns dem Teufel unterwarfen, nahmen wir auch die Wege des Teufels an. Und das ist ein Faktor, der das Projekt verkompliziert hat, die Menschheit zu retten und zurückzuführen in die Liebesbeziehung mit Gott, für die wir ursprünglich geschaffen wurden und die für jedes menschliche Wesen die einzige Daseinsweise ist, in der wir wahrhaft glücklich und erfüllt sein können.

Und so begann Gott gleich nach dem Einzug der Sünde damit, den Menschen zu helfen, indem er Bündnisse mit ihnen schloss. (Der Mensch hatte zwar unwissentlich Satan zum Gott dieser Welt befördert, aber durch die Einsetzung von Bündnissen mit dem Menschen war Gott trotzdem in der Lage, der Menschheit zu helfen innerhalb der Grenzen der Gesetze, die festgesetzt wurden, als Gott diese Welt geschaffen hatte.)




Gott pflegt mit der Menschheit Umgang auf der Basis von Bündnissen

Und somit ist die Bibel eigentlich das Buch der Bündnisse. Es gibt da den alten Teil (das Alte Testament – Testament bedeutet Bund), und es gibt den neuen Teil (das Neue Testament). Der alte Bund wird erst im neuen Bund vollständig offenbart – wir sprechen hier von fortschreitender Offenbarung; und eigentlich gibt es auch nur einen Bund mit vielen Offenbarungen. Gott hat im AT viele Versprechen gegeben, die erst im NT wirklich erfüllt werden, und zwar in der Person von Jesus Christus (vgl. Lk 24,27.44-45; 2.Kor. 1,19). Wenn wir die verschiedenen Aspekte des Bundes betrachten, finden wir heraus, dass Jesus die vollständige Erfüllung von Gottes Bund mit den Menschen ist.



Gottes Bund mit Adam

Gleich nachdem die Sünde in die Welt gekommen war, versprach Gott der Menschheit die Befreiung von der Macht Satans, indem er zur Schlange sprach:

Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen. (1.Mo. 3,15)

Dass dieses Versprechen seine Erfüllung in Jesus fand, können wir im Neuen Testament sehen, wenn wir diese Verse anschauen:

Als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter Gesetz. (Gal. 4,4)

Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre. (1.Joh. 3,8)

Doch bis dieses Versprechen erfüllt werden konnte, dauerte es seine Zeit. Und diese Zeit nutzte der Teufel, um all seine Möglichkeiten auszuspielen, und der Verfall der Menschheit verschlimmerte sich beständig. Und so lesen wir in 1.Mose 6 wie Gott beschloss, alles zu zerstören, das er auf der Erde erschaffen hatte. Aber ein Mann, Noah, unterschied sich von der Menge, weil er immer noch ein Herz hatte, das Gott gegenüber sensibel war. Gott sagte Noah, was er vorhatte – dass eine gewaltige Sintflut kommen würde, um alles Leben auf der Erde zu vernichten, und dass Noah eine Arche bauen sollte – ein großes, kastenförmiges Schiff, in dem Platz war für Noahs Familie und für alle Tierarten – auf die Weise wie Gott es ihm zeigte. Der Bau dieser Arche brauchte seine Zeit, und er konnte auch nicht im Verborgenen stattfinden. Die anderen Menschen konnten gar nicht anders, als diesen Bau zu beobachten und zu fragen, was Noah damit vorhatte. Aber sie ließen sich dadurch nicht beeindrucken, weil ihre Herzen durch die Sünde verhärtet waren – d.h. völlig unsensibel Gott gegenüber, aber sich selbst befleißigend mit den bösen, todbringenden Dingen, die der Teufel ihnen eingeflüstert hatte. Somit war Noah die einzige Person, die Gott vertraute – d.h. Noah glaubte, dass Gott ihn liebte und völlig für ihn war, Noah hörte und glaubte, was Gott zu ihm gesagt hatte; und er glaubte, das dass Befolgen von Gottes Anweisungen ihn und seine Familie (insgesamt acht Menschen) retten würde.

Gott hatte also Noah einen Weg der Rettung gezeigt, und Noah hatte Gott geglaubt und den Weg akzeptiert. – Auch hier haben wir, wie durch das Neue Testament offenbart, wieder eine Bild für die Errettung durch den Glauben, das auf Jesus Christus hinzeigt:

Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche zubereitet zum Heil seines Hauses, da er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah; und verdammte durch denselben die Welt und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt. (Heb. 11,7)

... als Gottes Langmut zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in welcher wenige, nämlich acht Seelen, hindurchgerettet wurden durchs Wasser. Als Abbild davon rettet nun auch uns die Taufe, welche nicht ein Abtun fleischlichen Schmutzes ist, sondern die an Gott gerichtete Bitte um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi, (1.Pet. 3,20-21)

Gottes Bund mit Noah

Nachdem die Flut aufgehört hatte und die Arche wieder auf dem Trockenen stand, baute Noah einen Altar für Gott und brachte Brandopfer dar: Und der HERR roch den wohlgefälligen Geruch, und der HERR sprach in seinem Herzen: Nicht noch einmal will ich den Erdboden verfluchen um des Menschen willen; denn das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an ... (1.Mo. 8,21). – Gott wusste, obgleich Noah ein Mensch war, der Gott vertraute, dass das Sündenproblem im Herzen der Menschen trotzdem noch nicht gelöst war. Was Gott getan hatte durch die Sintflut war wie das Herausschneiden eines aggressiven Krebsgeschwüres, damit das Leben gerettet werden kann – aber irgendwann würde der Krebs wieder ausbrechen. Jedoch würde Gott von nun an anders mit diesem Problem umgehen.

Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, und füllt die Erde! Und Furcht und Schrecken vor euch sei auf allen Tieren der Erde und auf allen Vögeln des Himmels! Mit allem, was sich auf dem Erdboden regt, mit allen Fischen des Meeres sind sie in eure Hände gegeben. Alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles. Nur Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut, sollt ihr nicht essen! Jedoch euer eigenes Blut werde ich einfordern; von jedem Tiere werde ich es einfordern, und von der Hand des Menschen, von der Hand eines jeden, nämlich seines Bruders, werde ich die Seele des Menschen einfordern. Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden; denn nach dem Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht … Und Gott sprach zu Noah und zu seinen Söhnen mit ihm: Und ich, siehe, ich richte meinen Bund mit euch auf und mit euren Nachkommen nach euch und mit jedem lebenden Wesen ... Ich richte meinen Bund mit euch auf, dass nie mehr alles Fleisch ausgerottet werden soll durch die Wasser der Flut, und nie mehr soll es eine Flut geben, die Erde zu vernichten. Und Gott sprach: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und jedem lebenden Wesen, das bei euch ist, auf ewige Generationen hin: Meinen Bogen setze ich in die Wolken, und er sei das Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde. (1.Mo. 9,1-13)

Gott hatte zu Adam gesagt:

Siehe, ich habe euch alles samentragende Kraut gegeben, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an dem samentragende Baumfrucht ist: es soll euch zur Nahrung dienen; aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in dem eine lebende Seele ist, habe ich alles grüne Kraut zur Speise gegeben. (1.Mo. 1,29f.).

Aber jetzt sagte er zu Noah:

Alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles. Nur Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut, sollt ihr nicht essen! (1.Mo. 9,3f.)

Diese Änderung der Anweisungen kam wegen der durch die Flut verursachten ökologischen Veränderungen auf der Erde, so dass der Mensch jetzt auch Tiere essen durfte, um seinen Hunger zu stillen. Aber sie durften nicht das Blut essen – weil das Blut ein weiteres Bild war, das auf Jesus hinzeigte, wie diese Stelle des Neuen Testaments offenbart:

welcher uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in welchem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden. (Kol. 1,13f.)

Aber wie bereits angedeutet, war das Sündenproblem im menschlichen Herzen (und alles, was daraus folgte) immer noch nicht gelöst. Es gärte dort beständig vor sich hin und gab dem Teufel Zugang und Einfluss, sogar im Leben der Menschen, die eigentlich nach Gottes Wegen wandeln wollten. – Ein berühmtes Beispiel dafür ist das Leben von Hiob. Als Hiob von großen Unheil getroffen wurde, obgleich er sein Leben nach Gott ausrichtete, sagte Hiob etwas, das etwas sehr Wichtiges aus seinem tiefsten Innern offenbarte: Denn ich fürchtete einen Schrecken, und er traf mich, und wovor mir bangte, das kam über mich. (Hiob 3,25). – Wir müssen verstehen, dass Furcht das Gegenteil von Liebe ist. Ehe Adam und Eva sündigten, waren sie sich Gottes Liebe so gewiss. Aber nachdem sie auf den Teufel gehört und sich ihm untergeordnet hatten, kam Furcht in ihre Herzen. Wenn wir in unseren Herzen Furcht vor etwas haben (oder irgendeines der Gefühle, die aus der Furcht resultieren, wie auch der Hass), dann zeigt das, dass wir (in diesem Bereich unseres Lebens) Gott nicht vertrauen; wir vertrauen seiner Liebe nicht ganz. Es ist ein Bereich in unseren Herzen, der durch die Sünde dieser Welt in Mitleidenschaft gezogen worden ist – es ist wie das offene Fenster eines Hauses, durch das ein Dieb einsteigen und das Heim durchstöbern und ausplündern kann. Es ist der Angriffspunkt, durch den der Teufel Schaden anrichten kann in unserem Leben – während die innere GEWISSHEIT über Gottes Liebe und das Ruhen darin wie ein Ort der Sicherheit ist. (Darum sagt die Bibel: Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens Spr. 4,23.)

Jesus (der als ein Mensch gekommen war, jedoch ohne Sünde) bezog sich auf diesen Umstand, als er über den Teufel sagte: in mir hat er gar nichts (Joh. 14,30; die „Amplified Bible“ gibt diese Aussage so wieder: … er hat keinen Anspruch an mich [er hat nichts gemeinsam mit mir; es gibt nichts in mir, das zu ihm gehört, und er hat keine Macht über mich]). Jesus war komplett verwurzelt und gegründet in der Liebe seines himmlischen Vaters. Da gab es keinen Angriffspunkt in seiner Seele, durch den ihn der Teufel angreifen konnte. Derselbe Umstand wurde auch angedeutet, als Jesus (als Mensch) dazu ansetzte, einen Dämonen auszutreiben, und der Dämon sprach zu ihm: Ach, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus, Nazarener? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich kenne dich, wer du bist: der Heilige Gottes (Lk. 4,34). – Die „Amplified Bible“ gibt diese Aussage so wieder: Ah, {lass uns in Ruhe!} Was hast Du mit uns zu tun [Was haben wir gemeinsam], Jesus von Nazareth? Bist Du gekommen, um uns zu zerstören? Ich weiß, wer Du bist - der Heilige Gottes! – Dämonen waren daran gewöhnt, die Schwachpunkte in den Herzen/Seelen der Menschen zu erspähen, wo sie ihren Hebel ansetzen konnten. Aber bei Jesus konnten sie keine entdecken. Und so schlussfolgerten sie, dass er der Sohn Gottes war und demzufolge gar keine Autorität hatte, sie schon zu diesem Zeitpunkt auszutreiben (da Gott diese Art der Autorität über irdische Angelegenheiten den Menschen gegeben hatte). Da Jesus jedoch als Mensch auf die Erde gekommen war, befahl er ihnen schlichtweg auszufahren, und sie konnten ihm nichts entgegensetzen. Aber der gewöhnliche Mensch hat ein Herz voller Angriffspunkte, die durch die Auswirkungen der Sünde geschwächt wurden und die dem Teufel Zugang und Einfluss geben.

Da das Sündenproblem noch nicht gelöst war, fuhren die Menschen fort, ihr eigenes Ding durchzuziehen. Gott tat, was er konnte, um den Schaden an der ganzen Menschheit in Grenzen zu halten. Und der nächste große Schritt im Rettungsprogramm für die Menschheit wurde gemacht, als Gott Abram aus dem Land seiner Vorfahren herausrief. Abram hatte dasselbe Sündenproblem wie alle anderen Menschen auch, aber er hatte auch ein Herz, das gewillt war, Gott zu vertrauen und sich auf ihn einzulassen.

Gottes Bund mit Abraham

Die Geschichte von Abraham (der zunächst noch Abram hieß) wird im 1. Buch Mose in den Kapiteln 12 bis 25 erzählt.

Als Gott Abram aus seinem Land herausrief, war dieser schon 75 Jahre alt und noch kinderlos, da seine Frau unfruchtbar war. Gott versprach Abram gleich viele großartige Dinge – ihn zu einem großen Volke zu machen, ihn zu segnen [mit überströmender Gunst], ihm einen großen Namen zu machen, und ihn zum Segen zu machen [Gutes an andere weitergebend] (1.Mo. 12,2), ihn zu beschützen, in ihm sollen alle Völker der Erde gesegnet werden (1.Mo. 12,3), das Land Kanaan Abrams Nachkommen zu geben (1.Mo. 12,7).

Dann vergingen mehrere Jahren, in denen wir beobachten können, wie Abram Gottes Schutz genoss und zu immer mehr Wohlstand gelangte. Und schließlich, in Gen. 15, lesen wir dies:

Nach diesen Geschichten begab sich's, dass zu Abram geschah das Wort des HERRN im Gesicht und sprach: Fürchte dich nicht Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn. Abram sprach aber: Herr HERR, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder; und dieser Elieser von Damaskus wird mein Haus besitzen. Und Abram sprach weiter: Mir hast du keinen Samen gegeben; und siehe, einer von meinem Gesinde soll mein Erbe sein. Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein; sondern der von deinem Leib kommen wird, der soll dein Erbe sein. Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Siehe gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? und sprach zu ihm: Also soll dein Same werden. Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. (1.Mo. 15,1-6)

Als Abram Gott um ein Zeichen bat, dass tatsächlich alles so eintreffen werde, wie er es versprochen hatte, beauftragte Gott Abram, eine damals übliche Zeremonie vorzubereiten, bei der Tiere in Hälften zerlegt wurden, so dass die Partner eines Bundes zwischen diesen Hälften hindurch schreiten konnten – mit der Bedeutung, dass es demjenigen, der den Bund bräche, genauso ergehen möge wie den toten Tieren. Und Abram tat wie der HERR es ihm befohlen hatte. Als die Sonne unterging, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram. Dann wurde ihm gesagt, dass seine Nachkommen fremd sein werden in einem Lande, das nicht ihnen gehört; und dort werde man sie 400 Jahre unterjochen. Aber schließlich werde Gott dieses Volk, dem sie dienen müssten, richten. Danach sollten Abrams Nachkommen mit großer Habe aus diesem Land ausziehen und in der vierten Generation wieder hierher ins Land Kanaan zurückkommen. Als es nun finster geworden war, da war ein rauchender Glutofen, und eine Feuerfackel fuhr zwischen den Stücken hindurch. – Gott hatte Abram einschlafen lassen, so dass er nicht auch zwischen den Tierhälften durchlaufen musste, denn es war ein einseitiger Bund, zu dem Abram nichts beitragen konnte.

1.Mose 17 berichtet darüber, dass Abram 99 Jahre alt war, als der HERR zu ihm sprach:

Siehe, ich bin der, welcher im Bunde mit dir steht; und du sollst ein Vater vieler Völker werden. Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich zu einem Vater vieler Völker gemacht. Und ich will dich sehr, sehr fruchtbar machen und will dich zu Völkern machen, auch Könige sollen von dir herkommen. Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir von Geschlecht zu Geschlecht, dass es ein ewiger Bund sei; also, dass ich dein Gott sei und deines Samens nach dir. Und ich will dir und deinem Samen nach dir das Land geben, darin du ein Fremdling bist, nämlich das ganze Land Kanaan, zur ewigen Besitzung, und ich will ihr Gott sein. (1.Mose 17,4-8)

Im demselben Atemzug, in dem Gott den vor vielen Jahren geschlossenen Bund weiter auslegte, gab er Abram einen neuen Namen – Abraham – und ein Zeichen des Bundes – die Beschneidung aller männlichen Nutznießer dieses Bundes. Wie jedoch bereits gesehen, war dies ein einseitiger Bund. Gott allein würde für die Erfüllung der Versprechen Sorge tragen. Alles, was Abraham beisteuern konnte, war sein Vertrauen in Gottes Glaubwürdigkeit. Und somit war der Akt der Beschneidung auch nur eine Erinnerungshilfe an die Versprechen Gottes (so ähnlich wie das Zeichen des Regenbogens für Noah) und ein Akt, um den Glauben an die Güte Gottes zum Ausdruck zu bringen. – Es war niemals gedacht als ein Mittel, um sich Gottes Segnungen „verdienen“ zu können. Und so lesen wir im Neuen Testament: in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch Liebe wirksam ist (Gal. 5,6).

In Kapitel 21 erfahren wir schließlich, wie Abraham, inzwischen 100 Jahre alt, und seiner Frau, die nur 10 Jahre jünger war als er, endlich der langersehnte Sohn – Isaak – geboren wurde.

Im nächsten Kapitel wurde dann Abraham's Herz einem Test unterzogen, der zeigen würde, wie stark sein Glaube, seine Zuversicht in Gott wirklich war: In 1.Mose 22,2 wurde er aufgefordert: Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak, und geh hin in das Land Morija und bringe ihn dort zum Brandopfer dar auf einem der Berge, den ich dir nennen werde! Und Abraham gehorchte sofort, im Vertrauen darauf, dass Gott wusste, was er tat (siehe Vers 8) – bis im allerletzten Augenblick der Engel des HERRN eingriff und Abraham anstelle seines Sohnes den Widder opfern durfte, der sich mit den Hörnern im Gebüsch verfangen hatte – ein Bild, das auf das echte, endgültige Lamm Gottes (Jesus Christus – vgl. Joh. 1,29) hinwies, das von Gott zur Verfügung gestellt werden würde und das an unserer Stelle den Preis für unsere Erlösung von der Macht der Sünde bezahlen würde.

Ab Kapitel 25 (wo Abraham im Alter von 175 Jahren stirbt) erfahren wir, dass Isaak zwei Söhne geboren wurden, Esau und Jakob (Jakob wurde später auch Israel genannt), und dass Jakobs zwölf Söhne die Stammväter der heutigen zwölf Stämme Israels wurden. Einer dieser zwölf Söhne, Joseph, geriet in Ägypten in die Sklaverei (weil seine eigenen Brüder ihn dorthin verkauft hatten), aber unter erstaunlichen Umständen stieg er dort zum zweitmächtigsten Mann des Landes auf, nur der Pharao war noch über ihm. Dadurch war er später während einer schrecklichen Hungersnot in der Lage, seinen Vater und die Familien seiner Brüder nach Ägypten kommen zu lassen und sie dort während dieser harten Jahre zu versorgen. So kam es, genau wie es Abraham vorhergesagt worden war, dass seine Nachkommen einige Jahrhunderte in Ägypten wohnten und dort trotz aller Unterdrückung zu einem mächtigen Volk heranwuchsen. – Aber obgleich Ägypten für sie ein Ort zum Überleben gewesen war, so war es nicht wirklich ein Ort zum Leben (wie viele von uns sind heute in dieser Situation?).

Als sich nun das Ende der vorhergesagten 400 Jahre näherte, wählte Gott den Mose aus, um das Volk Israel aus Ägypten herauszuführen. Mose wurde als Kind jüdischer Eltern geboren, aber durch eine Reihe erstaunlicher Ereignisse wurde er im Palast des Pharao als der Sohn von Pharaos Tochter erzogen. Somit wurde Mose in aller Weisheit der Ägypter ausgebildet, und er war mächtig in seinen Worten und Werken. Als er 40 Jahre alt war, verstand er, dass Gott den Kindern Israel durch seine Hand Rettung verschaffen wollte (vgl. Apg. 7,23-25). Aber anstatt jetzt Gottes Pläne und Timing zu erkunden, versuchte Mose die Sache in seiner eigenen Weisheit und Kraft zu regeln, mit dem Ergebnis, dass er das Land fluchtartig verlassen musste und die nächsten 40 Jahre in der Wüste zubrachte bis sein Herz dazu bereit war, jetzt die Dinge auf Gottes Weise zu tun.

Der Mose-Bund

Im 2. Buch Mose lesen wir in Kapitel 3, wie Mose von Gott beauftragt wurde, zum Pharao zu gehen und zu verlangen, dass dieser das Volk Israel aus Ägypten wegziehen ließe. Pharao, der auf falsche Götter vertraute, verweigerte seine Zustimmung, da er sich natürlich der enormen wirtschaftlichen Bedeutung dieses Volkes für sein Land bewusst war. Deshalb schickte ihm Gott nacheinander zehn schreckliche Plagen als Gericht gegen die Ägypter und ihre falschen Gottheiten, bis das Land ruiniert war und Pharao endlich nachgab.

In Kapitel 12 wurde in Verbindung mit der zehnten Plage das Passah-Fest eingeführt: Gott kündigte an, in dieser Nacht als Gericht alle Erstgeborenen von Mensch und Tier in Ägypten zu töten. Dem Volk Israel befahl er jedoch, pro Familienverband ein makelloses, männliches, einjähriges Lamm als Passah-Opfer zu schlachten, mit dessen Blut den Türrahmen des eigenen Hauses zu bestreichen und dann während dieser Nacht im Inneren des Hauses zu bleiben und das Passah-Lamm zu essen. Und in der Nacht, als der HERR ganz Ägypten mit dieser Plage schlug, ging er an den Häusern, deren Türrahmen mit Blut bestrichen waren, vorüber (2.Mose 12,13). Hinter dem Blut des Passah-Lammes Schutz suchend, lernte das Volk, dass es auch nicht besser war als die Ägypter, sondern auf Vergebung und Erlösung durch Vergießen von unschuldigem Blut angewiesen war. – Und wiederum, ins Neue Testament schauend, finden wir heraus, dass dieses Passah-Lamm eigentlich ein Bild war, das auf den wahren Retter Jesus Christ hinzeigte (Joh. 1,29).

Somit zog nun das Volk Israel aus Ägypten aus, so wie Gott es Abraham gesagt hatte, und durchquerte die Wüste.

Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie bei Tag und bei Nacht ziehen konnten. Die Wolkensäule wich nie von dem Volk bei Tag noch die Feuersäule bei Nacht. (2.Mo. 13,21-22)

In den Kapiteln 19-24 erfahren wir, wie das Volk Israel am Berg Sinai aus Gottes Hand das Gesetz empfing – das Gesetz, das der „Erzieher“ des Volkes sein sollte, nicht ihr Ersatz-Retter, wie viele (bis heute) angenommen haben:

So ist also das Gesetz unser Zuchtmeister geworden auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerechtfertigt würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. (Gal. 3,24-25)

Die Aufgabe des Mosaischen Gesetzes war es, dem Volk Gottes Maßstab von Gerechtigkeit deutlich zu machen. Bisher hatten sie sich immer nur untereinander verglichen, und da gab es immer einen, der noch schlechter war als sie – und so waren sie immer ziemlich gute Leute – dachten sie zumindest. Sie konnten nicht sehen, wie dringend sie einen Retter brauchten. Sie konnten nicht sehen, dass ihre eigene Sünde sie in der Tat umbrachte (individuell und die Menschheit als Ganzes – Rö. 5,12.21; 6,23). – Und so kam es, dass Mose dem Volk alle Worte des HERRN und alle Rechtsbestimmungen [erzählte]. Und das ganze Volk antwortete mit einer Stimme und sagte: Alle Worte, die der HERR geredet hat, wollen wir tun (2.Mo. 24,3). Somit schloss Gott einen Bund mit dem Volk, der mit Blut besiegelt wurde (2.Mo. 24,3-8). – Das Volk sagte, dass sie alles tun wollten, das Gott von ihnen gefordert hatte, damit sie die Segnungen genießen konnten, die ihnen der Gehorsam dem Gesetz gegenüber einbringen würde. Sie waren sich nur nicht darüber bewusst, dass die Sünde tief in ihnen drin sie dazu brachte, auf den Wegen des Teufels zu wandeln (die immer nur zum Tod führen), anstatt auf Gottes Wegen (die zu wahrem Leben führen). Obgleich es also oberflächlich betrachtet so aussah, als ob das Mosaische Gesetz eine gute Sache sei, die dem Volk Israel den Zugang zu Gottes Segnungen leicht machte, machte es in einem gewissen Sinn die Dinge nur schlimmer für sie. Es zwang sie dazu, der Realität ihrer eigenen Sündhaftigkeit ins Angesicht zu schauen, und auch ihrer völligen Unfähigkeit sich selbst zu retten. Zusätzlich zu ihrem ohnehin schon bestehenden Sündenproblem waren sie nun auch noch in der Pflicht, das Gesetz zu halten. Das ist der Grund, warum Gott so lange gewartet hatte, ehe er schließlich den absoluten Maßstab des geschriebenen Gesetzes einführte. Wie das Neue Testament es formuliert:

Aber der Stachel des Todes ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! (1.Kor. 15,56-57)

Sünde ist das, was den Tod bringt. Und das Gesetz verstärkt tatsächlich noch die Sünde. In dem Augenblick, wo uns gesagt wird, dass wir etwas nicht tun dürfen (das wir vor dem Verbot vielleicht überhaupt gar nicht tun wollten), das ist der Augenblick, wo wir anfangen, uns genau das zu wünschen. Es ist das Sündenprinzip in uns, das uns antreibt, aber die Erfüllung unserer Gelüste führt zum Tod (meistens nicht zum sofortigen physischen Tod, aber zum schleichenden Tod eines unerfüllten Lebens, wie z.B. Krankheit, Armut, Depression usw.). Der einzige Ausweg ist, uns selbst Gottes Barmherzigkeit und Gnade anzuvertrauen – und das war in jedem Abschnitt der Menschheitsgeschichte eine echte Option.

Das Gegenteil davon, sich der Barmherzigkeit und Gnade Gottes anzuvertrauen, ist das Handeln in unserer eigenen Weisheit, Kraft und Fähigkeit – mit einem fleischlichen Arm, wie die Bibel es formuliert (vgl. Jer. 17,5; 2.Chr. 32,8). Und wir lesen im Alten Testament eine Geschichte nach der anderen, von einer Generation nach der anderen, wie die meisten Israeliten sich immer wieder dafür entschieden, sich lieber auf sich selbst zu verlassen, als sich ihrem Gott anzuvertrauen. Versagen und Elend bewegten sie dann dazu, umzukehren und nach ihrem Gott zu fragen, so dass Zeiten des Segens kamen. Aber sobald sie sich an die guten Dinge gewöhnt hatten, vergaßen sie auch schon wieder, wo das Gute hergekommen war. Und so kehrten sie wieder auf ihre alten Wege zurück und wunderten sich, warum sie nicht funktionierten. Die Kinder Israel waren (und sind immer noch! – s. 2.Mo. 4,22; Rö. 11,29) Gottes auserwähltes Bundesvolk. Aber sogar sie versagten, wenn es darum ging zu verstehen, dass ihnen eine BEZIEHUNG mit Gott angeboten worden war, nicht ein System von Verhaltensregeln und Techniken, genannt RELIGION, in dem die Menschen immer noch auf ihre eigenen Fähigkeiten angewiesen sind, um sich selbst zu retten (aber unfähig dazu sind, egal was sie versuchen).

Ein Mensch, der sich abhob von diesem Muster der rein äußerlichen Beachtung von religiösen Vorschriften, war König David, ein Mann nach dem Herzen Gottes (1.Sam. 13,14; Apg. 13,22). Und die Bibel nennt ihn so, obwohl David während seiner Herrschaft auch ziemlichen Mist gebaut und versagt hat. Er beging sogar Ehebruch und anschließend Mord, um die Sache zu vertuschen. Aber ganz gleich, wie viele Fehler er machte, hat er doch nie seinen Glauben an Gottes Güte verloren, wie dieser Vers (und auch viele seiner Psalmen) belegt: David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst! Ich will in die Hand des HERRN fallen; denn seine Barmherzigkeit ist sehr groß; aber in der Menschen Hände will ich nicht fallen (1.Chr. 21,13). David hatte trotz seines Sündenproblems ein Herz, das empfindsam war für Gott. Deshalb erwählte Gott ihn, einen Hirtenjungen, um ein großer König zu werden. Und er versprach David, seinen Samen für immer auf dem Thron seines Königreichs zu etablieren:

Wenn deine Tage erfüllt sind und du bei deinen Vätern liegst, so will ich deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Leibe kommen wird, und will sein Königtum befestigen; der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will den Thron seines Königreichs auf ewig befestigen. (2.Sam. 7,12-13)

In einem Sinn bezog sich dieses Versprechen auf Davids unmittelbare Nachkommen (d.h. Salomon und dann dessen Söhne nach ihm), aber Psalm 89 macht es deutlich, dass diese Linie von Königen nicht ohne Unterbrechung fortbestand. Und so sehen wir wiederum, dass die letztendliche Erfüllung dieses Versprechens im Neuen Testament zu finden ist in der Person von Jesus Christus:

Und siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit, und seines Reiches wird kein Ende sein. (Lk. 1,31-33)




Die perfekte Erfüllung aller Versprechen in Jesus Christus

Denn alle Gottesverheißungen sind Ja in ihm [Jesus Christus]und sind Amen in ihm, Gott zu Lobe durch uns. (2.Kor. 1,20)

Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns? Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken? (Rö. 8,31-32)

Wir finden in der Bibel viele Offenbarungen, die eigentlich alle aufeinander aufbauen. Jesus ist der Same der Frau (1.Mo. 3,15), der Same Abrahams (1.Mo . 22,18), der Same Davids (2.Sam. 7,12-13) – Er ist die Erfüllung von Gottes Verheißungen an Adam, an Abraham, und an David. Und er ist auch die Erfüllung vieler der symbolhaften Bilder (wie z.B. das Passah-Lamm), die dem Volk Israel unter der Führung Moses gegeben wurden.

Mehr als 300 Prophetien und Verheißungen im Alten Testament weisen auf die Geburt des ersehnten Retters hin. Im Neuen Testaments erfahren wir, dass diese alle in Jesus Christus erfüllt wurden. Als alles Puzzleteilchen von Gottes Heilsplan beisammen waren, sandte Gott seinen eigenen Sohn auf die Erde als den Samen der Frau, der Satan zermalmen würde. Er kam als ein Mensch – aber mit einem wesentlichen Unterschied: Er war frei von Sünde. Er war so frei von Sünde, wie Gott den Menschen am Anfang erschaffen hatte.



Denn es ist erschienen die Gnade Gottes, heilsam allen Menschen. (Titus 2,11)

Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! (Joh. 14,9)



Er war auf die Erde gekommen, um die von den ersten Menschen in die Welt gebrachte Sünde zu beseitigen, indem er unsere Sünde, unsere Schuld, unsere Strafe in sich nahm, so dass alle, die dieses Geschenk durch Glauben annehmen würden, die Möglichkeit hätten, selbst die innige Liebesbeziehung mit Gott zu erfahren, für die wir ursprünglich geschaffen worden waren.

Als Jesus am Kreuz starb, starb er nicht für seine eigene Sünde, denn er hatte keine, sondern er war das makellose Passah-Lamm, durch das alle weiteren Tieropfer überflüssig wurden. Als Jesus kurz vor seinem Tod rief: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Mt 27,46; siehe auch Psalm 22, der etwa 1.000 Jahre vor der Kreuzigung Christi geschrieben wurde), nahm er unsere Trennung von Gott in sich selbst, damit wir sie nicht länger erleiden müssen.



Er ist das Sühnopfer für unsre Sünden, aber nicht nur für die unsren, sondern auch für die der ganzen Welt. (1.Joh. 2,2)



Der Beweis dafür, dass das stellvertretende Opfer von Jesus Christus ausreichend war, um uns ewiges Leben zu schenken, lieferte Gott, indem er ihn von den Toten auferweckte. Die Auferstehung Jesu ist die frohe Botschaft von Ostern. Jeder, der dieser Botschaft glaubt und sein Leben Christus anvertraut, kann seine Sünden am Fuß des Kreuzes lassen und sich statt dessen mit der Gerechtigkeit Christi umhüllenund dadurch die Vision des Propheten Jesaja zu einer tatsächlichen persönlichen Erfahrung machen:

Freuen, ja freuen will ich mich in dem HERRN! Jubeln soll meine Seele in meinem Gott! Denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils, den Mantel der Gerechtigkeit mir umgetan, wie der Bräutigam sich nach Priesterart mit dem Kopfschmuck und wie die Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt. (Jes. 61,10)



Der Ort der Entscheidung:

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. (Joh. 14,6)




Allen denen aber, die ihn [Jesus] aufnahmen, gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; welche ... aus Gott geboren sind. (Joh. 1,12-13)

Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2.Kor. 5,17)

Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm. (1.Kor. 6,17)



In der Bibel wird uns auch gesagt, dass Jesus nach seiner Auferstehung wieder zum Vater heimkehrte, wo er jetzt in Herrlichkeit zu seiner Rechten sitzt, und dass er eines Tages wiederkommen wird, um die Lebenden und die Toten zu richten. Und jeder, der hier das Geschenk der Erlösung ablehnt (und sich auf seine eigenen guten Werke verlässt oder Gottes Existenz gleich ganz abstreitet), trifft die Wahl, selbst für seine Sünden zu bezahlen, indem er die Ewigkeit getrennt von Gott, dafür aber zusammen mit Satan im Feuersee, verbringen muss

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben. Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. Und er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Sohn des Menschen ist. Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden; und sie werden herauskommen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. (Joh. 5,25-29)

Jeder, der seinen Glauben auf Christus ausrichtet, wird zum Nutznießer – zum Erben – des Bundes mit Gott. Im Alten Testament schaute alles auf den Messias, den kommenden Retter, hin. Und all die Opfer erwarben die Vergebung von Sünden sozusagen auf Kreditbasis, bis Christus die gesamte Rechnung bezahlen würde. Somit schauten die Menschen auf den Erlöser hin, der kommen würde. – Im Neuen Testament schauen wir jetzt zurück auf den Erlöser, der gekommen ist, und wir haben bereits jede Verheißung, jedes Versprechen empfangen in Christus.

Alles ist erfüllt in der Person von Jesus Christus. Deshalb finden wir die Antwort zu was immer unser Problem sein mag im Wort Gottes. Die Antwort ist im Bund zu finden. Und die Versprechen des Bundes werden in unserem Leben wirksam, wenn wir verstehen, dass nicht wir es sind, sondern dass es Jesus ist, der diesen Bund sicher gemacht hat. Und so, wenn wir unseren Glauben auf Jesus ausrichten, der die Gnade Gottes ist, dann empfangen wir all die Versprechen Gottes, in ihm. Wir empfangen jeden Nutzen – nicht wegen dem, wer wir sind und was wir getan haben, sondern wegen dem, wer er ist und was er getan hat.

Nun aber sind die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht: «und den Samen», als von vielen, sondern als von einem: «und deinem Samen», welcher ist Christus. Das aber sage ich: Ein von Gott auf Christus hin zuvor bestätigtes Testament wird durch das 430 Jahre hernach entstandene Gesetz nicht ungültig gemacht, so dass die Verheißung aufgehoben würde. (Gal. 3,16-17)

Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr Abrahams Same und nach der Verheißung Erben. (Gal. 3,29)

Das Versprechen (Verheißung) wurde erfüllt in der Person von Jesus Christus. Jesus ist der Eine, der alle Versprechen Gottes erfüllt. Alle Versprechen Gottes sind in ihm JA und in ihm AMEN. Also wenn wir ein Versprechen für Errettung haben, in Christus ist es JA und in Christus ist es AMEN. Wenn wir ein Versprechen für Heilung haben, und wir können viele Versprechen für Heilung durch das ganze Alte Testament und dann auch durch das ganze Neue Testament hindurch sehen, in Christus ist es JA und in Christus ist es AMEN.

Im Hebräerbrief 8,6 lesen wir, dass das Neue Testament – oder der Neue Bund – ein besserer Bund ist, gegründet auf besseren Versprechen. Er ist besser, weil Jesus derjenige ist, der ihn bewerkstelligt, vollendet und erfüllt hat. Er basiert nicht auf unserer eigenen Tugendhaftigkeit, unserer eigenen Gerechtigkeit, unseren eigenen Taten, sondern auf dem, was Jesus für uns tat, als er zunächst ein gerechtes Leben führte, und dann stellvertretend für uns starb und wieder auferstand zu Neuheit des Lebens. Und so haben wir einen besseren Bund, gegründet auf besseren Versprechen. Wenn wir also ein Versprechen für Heilung im Alten Testament finden, dann – weil wir ja einen besseren Bund haben – muss unser Neuer Bund auch Heilung beinhalten, weil er besser ist. Wenn wir im Alten Testament ein Versprechen finden können für physisches und finanzielles Wohlergehen, dann können wir viele im Neuen Testament finden.

All die Versprechen Gottes sind erhältlich in einer persönlicher Beziehung mit der Person Jesus Christus. Und das ist dann auch das Thema, das die ganze Bibel durchzieht. – Woran bist du also interessiert, an Religion oder an einer echten Beziehung mit dem lebendigen Gott?

So gibt es nun keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. (Rö. 8,1-2)





Wenn du gern Gottes Geschenk der Errettung annehmen willst, aber nicht sicher bist wie, oder wenn du weitere Fragen dazu hast, hilft dir vielleicht der Besuch dieser Seiten:

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Jüngerschafts-Evangelisations-Kursdieser Kurs hilft zu verstehen, was es mit dem Leben als Christ, mit Christus, auf sich hat (Übersetzung eines Kurses von Don Krow, auch direkter Download als zip-Datei möglich)






Bibelzitate sind folgenden Übersetzungen entnommen: Schlachter (1951), Revidierte Elberfelder (1993), Luther (1912)

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