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Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit


3. Der Retter ist da



Gott wird Mensch


Bild 3: Der Retter kommt – Gott wird Mensch

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. … Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (Joh. 1,1+14)

Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Und siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben. ... Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das erzeugt wird, Sohn Gottes genannt werden. (Lk. 1,30-35)

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde, die bewachten des Nachts ihre Herde. Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und ... sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll. Denn euch ist heute ein Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. (Lk. 2,8-11)

Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. (Lk. 2,52)



als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau ...(Gal. 4,4)

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. ... In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. ... Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. - Johannes zeugt von ihm und rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir geworden, denn er war eher als ich. - Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.(Joh.1,1.4.14-17)

Ebenso wie später zu wiedergeborenen Menschen gesagt wurde: „denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem durch das lebendige und bleibende Wort Gottes(1.Pet. 1,23), ebenso wurde auch Jesus nicht aus vergänglichem Samen (dem Samen eines Mannes) geboren, „sondern aus unvergänglichem durch das lebendige und bleibende Wort Gottes(ebd.) – aus all den Prophetien über das Leben Jesu, die von Propheten Gottes gesprochen und als Gottes Wort niedergeschrieben wurden.

Weil Jesus nicht aus dem Samen eines Mannes gezeugt worden war, war er von seiner Empfängnis an ohne Sünde. Er hatte zwar seinen physischen Körper von der Jungfrau Maria erhalten, aber sein Leben – seinen Geist – hatte er direkt von Gott (Lk. 1,26-35; Joh. 5,26; 6,63). In Jesus war Gott Mensch geworden, um die Rettung der Menschen vollbringen zu können. Er legte dabei sein Gottsein während seines Dienstes hier auf Erden nicht ab, sondern verzichtete darauf diese Fähigkeiten zu gebrauchen. (Eine kurze übersichtliche Ausarbeitung, die zeigt, dass Jesus sowohl völlig Gott als auch völlig Mensch ist, findest du hier.)

der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz.(Phil.2,6-8)

Dieses völlige Ablegen seiner göttlichen Fähigkeiten hier auf Erden ist wichtig – bedeutungsvoll –, denn Jesus kam nicht, um in einer Superman-Show den Teufel zu entmachten und uns mit geöffneten, staunenden Mündern zurückzulassen. – Nein! – Jesus wurde so ein Mensch, wie Gott den Menschen ganz am Anfang erschaffen hatte (nämlich als Götter dieser Welt, vgl. Ps. 82,6; die Erläuterungen dazu kannst du hier noch einmal nachlesen). Er hatte einen menschlichen Körper (Joh. 2,21; Ps. 22,17f.), eine menschliche Seele (Mt. 26,38; Lk. 22,44) und einen menschlichen Geist – jedoch frei von Sünde, perfekt und heilig (Mk.2,8; 8,12; 2.Kor. 5,21; 1.Joh. 3,5). Jesus kam als hilfloses Baby in diese Welt, durchlief einen normalen Wachstums- und Reifungsprozess (Lk. 2,8ff.), bevor er mit ca. 30 Jahren seinen öffentlichen Dienst begann.

Er verzichtete auf den Gebrauch seiner Fähigkeiten als Gott. Er lebte uns Menschen das Leben vor, für das Gott uns eigentlich gemacht hatte – ein Leben in Abhängigkeit vom und in Gemeinschaft mit dem Vater. Jesus wollte uns durch sein Leben lehren, wie Gottes Kinder ihrer Bestimmung gemäß leben können:

Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn.(Joh. 5,19)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue ...(Joh. 14,12)

Wahrlich, wahrlich...“ – das sagte Jesus immer, wenn er sagen wollte: „Leute hört genau zu – ich meine WIRKLICH, was ich sage!“

Und noch etwas lebte uns Jesus vor: Bevor er, der einen perfekten sündlosen Geist hatte, seinen öffentlichen Dienst begann, empfing er die Taufe im Heiligen Geist:



Ausgestattet mit Kraft


Bild 4: Jesus beginnt seinen öffentlichen Dienst

Es begab sich aber, da alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete, dass sich der Himmel auftat und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel erscholl: Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen! Und Jesus war ungefähr dreißig Jahre alt, als er anfing zu lehren... (Lk. 3,21-23)

Und es geschah, als Jesus diese Worte vollendet hatte, da erstaunten die Volksmengen sehr über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten. (Mt. 7,28f.)



Bemerkenswert an dieser Taufe ist auch folgendes:

Es begab sich aber, da alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete, dass sich der Himmel auftat und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel erscholl: Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen! Und Jesus war ungefähr dreißig Jahre alt, als er anfing zu lehren ...“ (Lk. 3,21-23)

Wir haben hier Jesus – den Menschen Jesus, mit seinem Geist, ohne den er nicht hätte leben können (vgl. Joh. 6,63; Jak. 2,26) –, die Stimme des Vaters aus dem Himmel und den Heiligen Geist (in leiblicher Gestalt wie eine Taube). – Das bedeutet erstens: Der perfekte sündlose Geist im Innern des Menschen Jesus ist NICHT der Heilige Geist (d.h. die 3. Person der Gottheit)! Und das bedeutet zweitens: Der im Innern perfekte Mensch Jesus brauchte für seinen Dienst hier auf Erden die Taufe im Heiligen Geist!Um wie viel mehr brauchen wiedergeborene Menschen diese Taufe und diesen Beistand!

Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt und vierzig Tage vom Teufel versucht.(Lk. 4,1f.)

Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.“ (Apg. 10,38)

Erfüllt vom Heiligen Geist, begann Jesus nun seinen Kampf gegen den Teufel. Dabei handelte er nicht als Gott, sondern als Mensch – von Gott gesalbt mit dem Heiligen Geist!

(Zur Erinnerung: Gott hatte die Herrschaft hier auf Erden physischen, menschlichen Wesen übergeben. Als sich der Mensch von Teufel täuschen ließ und ihm so seine Macht abtrat, gab er dem Teufel Autorität hier auf Erden, durch seinen physischen Körper hindurch. Deshalb konnte auch nur ein Mensch mit einem physischen Körper dem Teufel diesen Herrschaftsanspruch wieder abnehmen. Gott musste ein Mensch werden, um sich selbst die dazu notwendige Autorität geben zu können – „und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er des Menschen Sohn ist- Joh. 5,27)

Zunächst bestand aber Jesus Kampf gegen den Teufel darin, dass er den Menschen die Wahrheit über sie selbst und über Gott lehrte (Mt. 7,28f.; Mk. 7,13ff.; Joh. 3), und dass er ein gerechtes Leben führte und der einzige Mensch war, der jemals das ganze mosaische Gesetz hielt und deshalb eine Gerechtigkeit erwarb, die er uns weitergeben konnte (Mt. 5,17-20; Rö. 2,13; 3,19-26; 5,17-19; 8,10; 2.Kor. 5,21). Doch ehe er uns seine Gerechtigkeit geben konnte, durch die wir Zugang erhalten würden zur Gnade Gottes (s. Rö. 5,21), musste er die Sünde und die damit verbundenen Auswirkungen (Strafen) aus dem Weg räumen. Er tat dies, indem er unsere Sünde und unsere Strafe auf sich selbst nahm.



Der große Austausch


Bild 5: Jesus stirbt meinen Tod

Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht. Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Krankheit vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten seiner nicht. Doch wahrlich, unsere Krankheit trug er, und unsere Schmerzen lud er auf sich; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und geplagt; aber er wurde durchbohrt um unserer Übertretung willen, zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum Frieden, lag auf ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. Da er misshandelt ward, beugte er sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das vor seinem Scherer verstummt und seinen Mund nicht auftut. Infolge von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen; wer bedachte aber zu seiner Zeit, dass er aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, wegen der Übertretung meines Volkes geschlagen ward? (Jes. 53,2-8)



Bild 5 entspricht nicht ganz der traditionellen Darstellung von Jesus stellvertretendem Tod für uns. Der Grund für diese etwas andere Darstellung ist, dass auf folgendes hingewiesen werden soll: So unvorstellbar grausam und brutal sein Leiden und Tod am Kreuz auch waren, so können wir die Geschehnisse rund um das Kreuz niemals wirtlich verstehen und wertschätzen, solange wir nur die physischen Aspekte betrachten. Hebr. 11,3 sagt uns, dass die sichtbare Welt aus der unsichtbaren hervorgegangen ist, bzw. das Unsichtbare dem Sichtbaren vorausgeht. Nur was in der geistlichen Welt verankert ist, kann irgendwann auch auf physischer Ebene Gestalt annehmen. Und so muss der Sieg, den Jesus für uns errungen hat, auch zuallererst auf geistlicher Ebene gesehen werden.

Was der Prophet Jesaja im Kapitel 53 beschreibt, sollte erst ca. 700 Jahre später stattfinden. Und so redet er in einer geistlichen Schau von Jesus am Tag seiner Kreuzigung. Doch er sieht nicht, was die 700 Jahre später anwesenden Menschen mit ihren physischen Augen sehen würden, sondern er gibt wieder, was in der geistlichen Welt geschehen würde. Das können wir auch daran erkennen, dass wir in den Evangelien absolut nichts darüber finden können, dass Jesus jemals krank und von Schmerzen geplagt und sein Anblick abstoßend gewesen sei. Das Gegenteil war der Fall (vgl. Lk. 2,52). Jesaja hat hier eine geistliche Vision, und er beschreibt, was Jesus in seinem Geist, im Sitz seines Lebens, auf sich nahm – und zwar nicht erst am Kreuz, sondern schon vorher, als er die 39 Schläge der römischen Soldaten schweigend ertrug. Diese Schläge alleine waren so brutal, dass sie einen Menschen umbringen konnten. Doch nicht die schlagenden Römer sah Jesaja – er sagte: „wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen“ (Jes. 53,4). Mit jedem Schlag, den die Römer ausführten, schlug auch Gott seinen Sohn – und füllte seinen Geist mit unseren Krankheiten und Schmerzen. (Zur Erinnerung: der Geist macht das Leben des Menschen aus [Joh. 6,63; Jak. 2,26], die Sünde brachte den Tod in unseren Geist, und von dort erst in unsere Seelen und Körper.)

Schließlich wurde Jesus für uns ans Kreuz genagelt – „durchbohrt“ – und unsere Strafe lag auf ihm (Jes. 53,5); Gott warf unser aller Schuld auf ihn (Jes. 53,6); er erlitt unsere Drangsal und unser Gericht (Jes. 53,8). Gott machte seinen Sohn, der keine Sünde kannte, zur Sünde für uns (2.Kor. 5,21) und lud alle Schuld und Strafe auf ihn – alle Auswirkungen der Sünde; alles, was die Sünde uns sündigen Menschen antun konnte, nahm Jesus in seinen Geist … und in seine Seele ... und in seinen Leib. – Sein kostbares Blut, das für uns an diesem Tag in Strömen floss, ist das Bild und der Beweis dafür, dass er an diesem Tag sein Leben gegeben hat als Sühneopfer für die Sünde der ganzen Welt (2.Mo. 12,3-23; Joh. 6,53; 1.Kor.11,25f.; Eph. 1,7; 1.Joh. 2,2; Hebr. 9,14). Er erwirkte durch seinen stellvertretenden Tod auf allen Ebenen des Daseins eine ewige Erlösung für unseren Geist (diese Erlösung erfahren wir, sobald wir Jesus als Retter annehmen, vgl. 2.Kor. 5,17), sowie für unsere Seelen und Körper (diese werden wir vollständig erst im Himmel erleben, vgl. Rö. 8,18-23).



Er tat dies für uns, und er tat es freiwillig:

Er wurde für uns zur Sünde

Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, den Vielen zur Gerechtigkeit verhelfen, und ihre Sünden wird er sich selbst aufladen. Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan.(Jes. 53,11f.)

Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht ...(2.Kor. 5,21)

der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat ...“ (1.Pet. 2,24)

Er trug unsere Strafe

... Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden ...“ (Jes. 53,4f.)

Er trug unseren Fluch

Und wenn bei einem Mann eine Sünde geschieht, auf die das Todesurteil steht, und er wird getötet und du hängst ihn an ein Holz, dann darf seine Leiche nicht über Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn unbedingt am selben Tag begraben. Denn ein Aufgehängter ist ein Fluch Gottes.(5.Mo. 21,22f.)

Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist - denn es steht geschrieben: «Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!»(Gal. 3,13)

Er trug unsere Schande

Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten. Er war verachtet und von den Menschen verlassen ...(Jes. 53,2f.)

Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk. Alle, die mich sehen, spotten über mich; sie verziehen die Lippen, schütteln den Kopf.(Ps. 22,7.8)

Er trug unsere Leiden und Schmerzen

Jedoch unsere Leiden - er hat sie getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen. ... und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.(Jes. 53,4f.)

... und er trieb die Geister aus mit seinem Wort, und er heilte alle Leidenden, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: «Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten.»(Mt. 8,16f.)

Er trug unseren Tod

Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er in gleicher Weise daran Anteil gehabt, um durch den Tod den zunichte zu machen, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel.“ (Hebr. 2,14)

Er trug unsere Armut

Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde ...(2.Kor.8,9)

Er trug unsere Ablehnung

Um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte: Eli, Eli, lemá sabachtháni? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? … Jesus aber schrie wieder mit lauter Stimme und gab den Geist auf.(Mt. 27,46.50)

Er wurde für uns Abgeschnitten

Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf. - Aus Drangsal und Gericht wurde er hinweggenommen. Und wer wird über sein Geschlecht nachsinnen? Denn er wurde abgeschnitten vom Lande der Lebendigen.(Jes.53,7f.)

Ich bin gerechnet zu denen, die in die Grube hinabfahren. Ich bin wie ein Mann, der keine Kraft hat, unter die Toten hingestreckt, wie Erschlagene, die im Grab liegen, derer du nicht mehr gedenkst. Denn sie sind von deiner Hand abgeschnitten. Du hast mich in die tiefste Grube gelegt, in Finsternisse, in Tiefen. Auf mir liegt schwer dein Zorn, und mit allen deinen Wellen hast du mich niedergedrückt.“ (Ps. 88,5-8)



Auferstanden zu neuem Leben


Bild 6: aus den Toten auferweckt

Ich habe den HERRN stets vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht wanken. Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele. Auch mein Fleisch wird in Sicherheit ruhen. Denn meine Seele wirst du nicht dem Totenreich überlassen und wirst nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe. Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar. (Ps. 16,8-11)



Jesus starb unseren Tod. Er wurde für uns zur Sünde und trug unsere Strafe. – Doch er blieb nicht tot! – Er schüttelte sich (keine Bange, ich werde diese flapsige Bemerkung gleich noch näher erläutern), heftete die gegen uns gerichtete Schuldschrift ans Kreuz, und stand auf zu neuem Leben. – Jetzt war der Weg frei, damit er uns seine Gerechtigkeit geben konnte. Hallelujah!

Als er ausgetilgt hat die uns entgegen stehende Handschrift in Satzungen, die gegen uns war, hat er sie auch aus der Mitte weggenommen, indem er sie an das Kreuz nagelte; als er die Fürstentümer und die Gewalten ausgezogen hatte, stellte er sie öffentlich zur Schau, indem er durch dasselbe über sie einen Triumph hielt.(Kol. 2,14f.)

Das Bild, das im Brief an die Kolosser verwendet wurde spiegelte eine damals übliche Praxis der Römer wieder. Dabei wurden nach Feldzügen die Anführer der besiegten Gegner ausgezogen, ihnen wurden die Daumen und großen Zehen abgehauen, und sie wurden in einem Triumphzug durch die Straßen Roms gezerrt, um dem Volk zu demonstrieren, dass von diesen Gegnern keine Gefahr mehr ausging. – Gleichermaßen hat auch Jesus den Teufel völlig entmachtet und ihn in einem Triumphzug vorgeführt.

Doch wer hat nun Jesus aus den Toten auferweckt? Manche Schriftstellen lassen vermuten, dass Jesus es selbst getan hätte (Joh. 2,19-21; 10,17f.), die Mehrheit der Bibelverse weisen aber eher auf den Vater hin (z.B. Apg. 2,24.32; 4,10; 13,30; Rö. 8,11; 9,10; Gal. 1,1; Eph. 1,20). Des Rätsels Lösung ist wahrscheinlich, dass es schon der Gott, der Vater, war, der Jesus auferweckt hat gegen alle Widerstände des Teufels und seiner Dämonen, dass aber auch die Kooperation von Jesus notwendig war – so wie es auch in Psalm 16 heißt:

Denn meine Seele wirst du nicht dem Totenreich überlassen und wirst nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe. Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.“ (Ps. 16,10f.)

Das deckt sich auch mit diesem Vers, wenn man ihn im richtigen Licht sieht:

So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.“ (Rö. 6,4)

Das griechische Wort für Herrlichkeit – „doxa“ – bedeutet nicht nur „Ausstrahlung, Glanz, Majestät“, sondern wird sehr oft auch in der Bedeutung von „Ehre, Anerkennung, Ansicht, Meinung über jemanden“ verwendet. Das sehen wir auch ganz deutlich in Jesus Gebet in Joh. 17, wo er für sich selbst, für die anwesenden Jünger, und dann auch für uns heutige Gläubige betete:

Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, das du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte. Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war! … Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben, damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, dass sie eins seien, wie wir eins sind - ich in ihnen und du in mir - dass sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.(Joh. 17,4-5.20-23)

Die Verse 20-23 betete Jesus für uns, und sie sagen aus, dass der Vater uns heutige Gläubige genauso liebt, wie er Jesus liebt – dass er von uns die gleiche hohe Meinung (=Herrlichkeit) hat, die er von Jesus hat! … Die Verse 4-5 sind Teil der Dinge, die Jesus für sich selbst betete – kurz bevor er unser Stellvertreter wurde am Kreuz und im Tod. Er sagt hier zum Vater quasi: „Wenn ich ganz unten bin, am Boden zerstört, die Trennung von Dir durchlitten haben (obgleich ich doch noch niemals von Deiner Liebe getrennt war), wenn ich mich völlig identifiziert habe mit der Sünde, der Schande und dem Fluch, der über der Menschheit ist – dann verherrliche Du, Vater, mich bei Dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei Dir hatte, ehe die Welt war! – Bau Du mich wieder auf mit Deiner hohen Meinung von mir und Deiner Anerkennung, damit ich wieder aufstehen kann und das Werk vollenden kann, für das Du mich in die Welt gesandt hast.“

Das ist der Grund, warum ich am Anfang dieses Abschnitts geschrieben habe, dass Jesus sich im Grab geschüttelt habe und wieder aufstand zu neuem Leben. – Nachdem der Vater ihm seine Liebe, Ehre, Anerkennung und überaus hohe Meinung von sich eingeflößt und ihn dadurch gestärkt hatte, erinnerte sich Jesus, dass er nur vorübergehend zur Sünde gemacht worden war, stand auf, heftete die gegen uns gerichtete Schuldschrift ans Kreuz, und vollendete sein Werk der Errettung.

Und wir verkündigen euch die gute Botschaft von der zu den Vätern geschehenen Verheißung, dass Gott sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte; wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: «Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt(Apg. 13,32f., vgl. Ps. 2,7)

Dieses heute habe ich dich gezeugt“ deutet auf das absolut Außergewöhnliche dieses Geschehenen hin, da wir wissen, dass Jesus (A) von Ewigkeit her lebt (z.B. Joh. 8,58; 17,5) und (B) schon vor seiner Auferweckung Gottes Sohn war (z.B. Mk. 1,11; 9,7). Schauen wir uns noch folgende Verse an:

Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe.“ (Kol. 1,18)

Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“ (Rö. 8,29)

Der Erstgeborene aus den Toten“ – hmm, mir fallen da einige Tote ein, die schon vor Jesus wieder auferweckt worden sind, teilweise sogar von Jesus selbst (Lazarus, Jairus Tochter, der Jüngling von Nain, Elia hat auch mal einen Jungen wieder auferweckt). Um diese Art der Totenauferweckung kann es hier also nicht gehen. – Nein! Das absolut Neue, worum es hier geht, ist die Auferstehung von den geistlich Toten! Alle anderen, die vorher ins Erdendasein zurückgeholt wurden, hatten auch nach ihrer Auferstehung denselben toten (von Gott getrennten) Geist, den wir von Adam und Eva geerbt haben. – Jesus ist für uns zur Sünde geworden, d.h. er ist unseren Tod gestorben, aber er war der erste, der aus diesem geistlichen Tod auferweckt worden ist, d.h. mit einem lebendigen Geist (der eins mit Gottes Geist ist) – damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern!damit alle, die an ihn glauben, dieselbe Auferstehung aus den Toten erleben – in der Wiedergeburt. Hallelujah!

So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod [nicht im physischen Sinn, sondern geistlich, durch den Glauben], damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.“ (Rö. 6,4)



Übrigens, wenn wir in Rö. 8,29 lesen, dass Gott Menschen vorherbestimmt hat, dann lesen wir auch, wozu er sie voherbestimmt hat: nämlich dazu, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein. In der Vorherbestimmung (oder auch Prädestination) geht es NICHT darum, dass Gott Menschen vorherbestimmt hätte für Himmel oder Hölle! Gott hat die Menschen im Voraus gesehen (vorher erkanntRö. 8,29), die Jesus als ihren Retter annehmen würden, und allein diese Menschen sind vorherbestimmt – dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein. (Wie wir noch sehen werden, beginnt dies in einem gewissen Grad schon hier auf Erden, wird aber auf jeden Fall im Himmel seine Vollendung finden.)






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