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Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit


4. Wiedergeboren in Herrlichkeit




Bild 7: Wiedergeboren im Ebenbild Gottes

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! ... Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleische geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geiste geboren ist, das ist Geist. Lass dich's nicht wundern,dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden! Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt, noch wohin er fährt. Also ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. … Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, also muss des Menschen Sohn erhöht werden, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. (Joh. 3,3-16)

Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und nachdem er das gesagt, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt heiligen Geist! (Joh. 20,21-22)



Wie wir eben gesehen haben, ist Jesus für uns neben dem physischen Tod vor allem auch den geistlichen Tod (der Zustand, in dem wir schon geboren wurden) gestorben, ehe er vom Vater auferweckt wurde als Erstgeborener aus den Toten – d.h. als Erster, der vom geistlichen Tod auferweckt wurde – damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern (Rö. 8,29). Das war der Sinn der Sache, nämlich dass viele, viele Menschen ihm nachfolgen würden in der Auferstehung vom geistlichen Tod.

Das war das Geheimnis, das selbst der Teufel nicht gesehen hatte (der natürlich die Schriften des AT kannte), dass der Messias inmitten seines physischen Leidens auch unseren geistlichen Tod in sich nehmen würde. Der Teufel und seine Dämonen konnten nicht verstehen, wie das physische Leiden Jesu der geistlich toten Menschheit helfen sollte, „denn wenn sie [die Weisheit Gottes] erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben(1.Kor. 2,8).

In Joh. 3,3-16 erklärt Jesus nun, was es mit unserer neuen Geburt, bzw. der Wiedergeburt, auf sich hat:

Der Begriff „Wasser“ in Vers 5 („aus Wasser und Geist geboren) bezieht sich wahrscheinlich auf Gottes Wort (vgl. Joh. 15,3; Eph. 5,26; Jak. 1,18; 1.Pet. 1,23).



Das Wunder unserer Wiedergeburt – ein neuer Geist

In den Evangelien (in Mt. 28,1-10; Mk. 16,9-14; Lk. 24,1-49 und Joh. 20,1-23) wird vom ersten Tag nach der Auferstehung Jesu berichtet – wie die Jünger früh morgens das leere Grab vorfanden, etliche Jünger eine persönliche Begegnung mit Jesus hatten, bis hin zu den beiden Jüngern, die auf dem Weg nach Emmaus waren und denen er in allen Schriften auslegte, was sich auf ihn bezog (Lk. 24,27). Als diese beiden Jünger Jesus schließlich erkannten, standen sie in derselben Stunde auf „und kehrten nach Jerusalem zurück und fanden die Elf und ihre Genossen versammelt. … Während sie aber davon redeten, trat er selbst mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! … Da öffnete er ihnen das Verständnis, um die Schriften zu verstehen, und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, dass Christus leiden und am dritten Tage von den Toten auferstehen werde, und dass in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden soll unter allen Völkern. Fangt an in Jerusalem, Zeugen davon zu sein!. Und siehe, ich sende auf euch die Verheißung meines Vaters; ihr aber bleibt in der Stadt, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe.(Lk. 24,33-49).

Von der gleichen Begebenheit erfahren wir in Joh. 20,21f. die folgenden Details: „Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und nachdem er das gesagt, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt heiligen Geist!

Und jetzt kommt das Wunderbare – wenn man nämlich über die griechische Sprache erforscht, was mit „hauchte sie an“ genau gemeint ist. Das griechische Wort, das hier verwendet wurde, ist „emphysao(griech. Grundform):

Du solltest dir nun hier unbedingt den Exkurs zum Wort „emphysao = anhauchen“ anschauen, wo dieses Wort („emphysao) noch vorkommt, damit du besser verstehen kannst, was dieses Wort ausdrücken will.

Jesus gab seinen Jüngern gleich am ersten Tag nach seiner Auferstehung durch das Anhauchen einen neuen Geist – das Leben aus Gott. Er versetzte sie damit wieder in die Ebenbildlichkeit Gottes, in der Gott den Menschen ursprünglich geschaffen hatte! (Schau dir dazu noch einmal Bild 7 am Anfang dieses Kapitels an.) Er konnte dies nun tun, weil sie ihn erstens schon längst als ihren Messias, ihren Retter, angenommen hatten (Mt. 16,16), er zweitens jetzt für die Sünde der ganzen Menschheit bezahlt hatte (1.Joh. 2,2) und er drittens gerade auferstanden war zu neuem Leben. (Rö. 10,9)



Größer als Johannes der Täufer

Johannes der Täufer war ein außergewöhnlicher Prophet Gottes, dessen Hauptaufgabe es war, die Menschen auf das Kommen des Messias vorzubereiten. Er war für diese äußerst wichtige Aufgabe schon vom Mutterleib an mit dem Heiligem Geist, der dritten Person der Gottheit, erfüllt:

Der Engel aber sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Flehen ist erhört, und Elisabeth, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Johannes nennen. … Denn er wird groß sein vor dem Herrn ... und schon von Mutterleibe an mit Heiligem Geist erfüllt werden. Und viele der Söhne Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. Und er wird vor ihm hergehen in dem Geist und der Kraft des Elia ...(Lk. 1,13-17)

Während Johannes der Täufer im Gefängnis saß, sprach Jesus zu der Volksmenge über ihn:

... was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Propheten? Ja, sage ich euch, und mehr als einen Propheten. … Wahrlich, ich sage euch, unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer aufgestanden als Johannes der Täufer; der Kleinste aber im Reich der Himmel ist größer als er.“ (Mt. 11,9.11)

Der Kleinste oder Geringste im Himmelreich ist größer als Johannes der Täufer. Ins Himmelreich kann man nur eingehen, wenn man von neuem, d.h aus Geist, geboren wird (Joh. 3,3ff.). Das bedeutet, Johannes der Täufer war zwar für seine wichtige Aufgabe mit dem Heiligen Geist erfüllt worden, aber er war nicht wiedergeboren, d.h. aus Geist geboren (weil das erst nach dem stellvertretenden Tod Jesu und seiner Auferstehung „erhältlich“ wurde). – Daran können wir sehen, dass die Wiedergeburt und die Erfüllung mit dem Heiligen Geist nicht identisch sind! – Oder mit anderen Worten gesagt:



Unser neuer, wiedergeborener Geist ist nicht der Heilige Geist

Als Jesus seine Jünger am ersten Tag nach seiner Auferstehung anhauchte, gab er ihnen den Geist, der sie aufs Neue in die Ebenbildlichkeit Gottes versetzte! (Das ist sehr leicht zu sehen, wenn man sich gerade den Exkurs zu dem Wort „emphysao = anhauchen“ angeschaut hat.) Es geht in Joh. 20,22 nicht um den Heiligen Geist, die dritte Person der Gottheit, wie man auf den ersten Blick meinen könnte. – Als Gott am Anfang den Menschen in seinem Ebenbild schuf, gab er ihm von seinem Geist, nicht aber den Heiligen Geist, die 3. Person der Gottheit – ebensowenig bei der Wiedergeburt! – Es geht hier um einen neuen, von Sünde freien Geist, den nur Jesus uns geben konnte, nachdem er unsere Sünde, unsere Strafe auf sich selbst genommen hatte, für uns bezahlt hatte mit seinem Tod, und auferstanden war zu neuem Leben. Dieser Geist, den wir von Jesus erhalten haben, ist absolut perfekt, frei von Sünde und daher heilig (s. Eph. 4,24), aber es ist nicht der Beistand, den Jesus seinen Jüngern z.B. in Joh. 14,26 versprochen hat.

Dieses Versprechen, das Ausgießen des Heiligen Geistes als Tröster, Beistand und Quelle der Kraft (für ein siegreiches Leben als Jünger Jesu) sollte erst 40 Tage später zu Pfingsten erfüllt werden (s. Apg. 1,3-5; 2,1-4.33)

Unser wiedergeborener Geist ist der „neue Geist“, den Gott schon im AT versprochen hatte – z.B. in Hes. 36,26f.: „Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut.

Genauer noch heißt es in Gal. 4,6, dass „Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen [sandte], der da ruft: Abba, Vater!“ – Jedes Mal, wenn ein Sünder den stellvertretenden Tod Jesu für sich in Anspruch nimmt, wird sein alter Mensch (sein alter sündiger Geist) augenblicklich ersetzt durch den auferstandenen Geist Jesu. Von diesem Augenblick an ist dieser Mensch kein Sünder mehr, sondern ein neuer Mensch und auf ewig gerecht gemacht vor Gott, weil er jetzt den perfekten Geist von Gottes Sohn hat.

Wenn dir das zu wunderbar erscheint, dass Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen sandte, dann überleg doch mal – wenn man vom Wind/Geist eine Portion wegnimmt, wird dann der Wind/Geist weniger? Und wenn menschliche Eltern ihren toten sündigen Geist an ihre Nachkommen weitergeben im Zeugungsprozess, büßen sie dann dabei etwas von ihrem Geist ein? – Wenn Menschen ein Kind zeugen, erhält das Kind augenblicklich seinen Geist von seinen Eltern, und wird nach 9 Monaten geboren. In der Wiedergeburt würde dasselbe Kind augenblicklich den neuen Geist von Jesus erhalten und damit augenblicklich von neuem geboren sein, d.h. „aus Gott geboren(s. Joh. 1,13; 1.Joh. 5,1) oder auch „aus Geist geboren(Joh. 3,5-8) sein.

Und schau dir diese Verse an, die du vielleicht noch nie so gesehen hast:

Wer aber dem Herrn [Jesus] anhängt, ist ein Geist mit ihm.(1.Kor. 6,17)

Hieran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.“ (1.Joh. 4,13)

„… denn wie er ist, sind auch wir in dieser Welt.(1.Joh. 4,17)

... was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ (Kol. 1,27)

Wenn der Christus, euer Leben, geoffenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm geoffenbart werden in Herrlichkeit.“ (Kol. 3,4)

Ich bin mit Christus gekreuzigt. Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleische lebe, das lebe ich im Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“ (Gal. 2,20)

Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.“ (Rö. 8,9)

Auch Rö. 8,9 macht deutlich: Gottes Geist und Geist Christi sind nicht wirklich Synonyme. Den Geist Christi (unseren neuen, wiedergeborenen Geist) zu haben ist sozusagen die Basis, bevor Gottes Geist (hier ist der Heilige Geist, die 3. Person der Gottheit, gemeint) kommt, um in uns zu wohnen. Wenn du diese Unterscheidung der Geister beachtest, wird so manche Bibelstelle plötzlich mehr Sinn ergeben, wie z.B. auch „Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind(Rö. 8,16)



Wenn wir nun die Aussagen aus dem letzten Kapitel, wie Jesus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den geistlich Toten auferweckt wurde, in Verbindung bringen mit den Aussagen über unseren wiedergeborenen Geist, dann werden auch diese Verse verständlicher:

Am letzten Tag, dem großen Tag des Festes, stand Jesus da und rief laut aus: »Wenn jemand dürstet, komme Er zu Mir und trinke! Wer an Mich glaubt, wie die Schrift sagt, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.« Das sagte Er aber von dem Geist, den künftig die erhalten sollten, die an Ihn glaubten; denn noch war heiliger Geist nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.“ (Joh. 7,37-39; Konkordantes NT)

Jesus wurde verherrlicht, als er aus den geistlich Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters (nachdem er unsere Schuld beglichen und die gegen uns gerichtete Schuldschrift ans Kreuz genagelt hatte, wie in Kapitel 3 gezeigt). Nachdem er sich um die Dinge gekümmert hatte, die uns entgegen standen und er nun verherrlicht war, konnte er uns nun seinen auferstandenen, perfekten, sündlosen, gerechten, heiligen Geist geben (was uns wieder Zugang zum Leben aus Gott geben würde, so wie es ganz am Anfang der Menschheitsgeschichte gewesen war). – Wir empfangen diesen heiligen Geist in dem Augenblick, in dem wir an Jesus glauben als unseren persönlichen Retter (d.h. in der Wiedergeburt).



Versiegelt mit dem Geist der Verheißung

In ihm [Christus] seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Rettung gehört habt, in ihm seid auch ihr, als ihr glaubtet, versiegelt worden mit dem heiligen Geiste der Verheißung, welcher das Pfand unsres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Preise seiner Herrlichkeit.(Eph. 1,13-14)

Unser wiedergeborener Geist ist das Siegel – das „Eigentums- und Erkennungszeichen“ der Kinder Gottes (Elberfelder Studienbibel; Thayer's Greek-English Lexicon sagt, dass Objekte versiegelt werden „um Personen oder Dinge zu markieren”). Unser wiedergeborener Geist selbst ist das Siegel, das uns als Gottes Eigentum markiert! Diese „Markierung“ geschah aufgrund unserer neuen, sehr intimen Beziehung mit Christus (das ist es nämlich, worauf die Bibel hinzeigt, wenn wir den Ausdruck „in Christus“ lesen – hier heißt es „in ihm“, gemeint ist aber Christus).

Gemäß Eph. 1,14 ist unser neuer Geist unsere Garantie („das Pfand) für unsere Erlösung (das „Eigentumsind übrigens wir, vgl.1.Kor. 6,20). – Nun sagt Eph 1,7 aber, dass unsere Erlösung schon stattgefunden hätte: „In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade.“ – Des Rätsels Lösung ist, dass bisher nur unser Geist die Erlösung erfahren hat. Und unser wiedergeborener, erlöster Geist ist die Garantie, dass wir auch die Erlösung unserer Seele und unseres Leibes erfahren werden. Teilweise ist das auch schon hier auf Erden möglich (in Bezug auf die Seele – Denken, Fühlen, Wollen – s. Rö. 12,2; 2.Kor.3,16-18; in Bezug auf den Körper s. Rö. 8,10.11; 1.Pet.2,24). Aber was wir nicht hier auf der Erde erreichen, werden wir vollständig und mit völliger Garantie im Himmel erleben, wenn wir in unseren perfekten Auferstehungsleib „einziehen“ werden (1.Kor. 15,49-55; Phil. 3,20f.) Gott verspricht dies, weil wir seit dem Augenblick der Wiedergeburt zu ihm gehören und Anteil daran haben sollen, wie herrlich er ist.

In dem Augenblick, in dem wir wiedergeboren werden, findet in unserem Wesenskern eine herrliche Veränderung statt. – „Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.(2.Kor. 5,17) – Diese Veränderung bezieht sich offensichtlich nicht auf meinen Körper (mein Äußeres hat sich in dem Moment überhaupt nicht verändert), auch nicht auf meine Seele (mein Denken funktioniert noch genau gleich), was nur die radikale Veränderung meines Geistes übrig lässt. Das heißt aber auch (s. Bild 7), dass mein neuer, wiedergeborener Geist nun umgeben ist von einer Seele, deren Denkprozesse und -gewohnheiten programmiert wurden, als ich noch unter der Herrschaft des Teufels war. – Mein Denken, Fühlen und Wollen gehorchen immer noch den Impulsen, die mir der Teufel beigebracht hat – bis ich mit der Hilfe von Gott und Gottes Wort anfange, meine Seele zu erneuern, d.h. umzuprogrammieren, und unter die Herrschaft des Gottes zu bringen (s. Rö. 12,2). Wenn dieser Erneuerungs-/Umprogammierungsprozess in meiner Seele geschieht, wird das auch Auswirkungen auf meinen Körper haben, der gar nicht anders kann als zu folgen, wenn Geist und Seele gemeinsam in eine Richtung ziehen. – Um diesen Erneuerungsprozess soll es von nun an gehen.



Leben im Überfluss – überfließendes Leben

Jesus sagte: „ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es im Überfluss haben(Joh. 10,10). Jesus ist der Einzige, der das mosaische Gesetz jemals gehalten hat (Mt. 5,17.20). Er hat dadurch eine Gerechtigkeit erworben, die er nun uns geben kann – im Austausch für unsere Schuld. Durch Jesus kann nun Gottes Gnade überströmend werden im Leben von Gottes Kinder (Rö 5,17-21). Hier sind die Gründe:

Er wurde für uns zur Sünde – damit wir zur Gerechtigkeit Gottes werden

Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.(2.Kor. 5,21)

der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid.(1.Pet. 2,24)

Wir sind nicht nur irgendwie „gerecht“ erklärt worden (in dem Sinn, dass Gott jetzt einfach so tut als ob), sondern so wie wir vor unserer Wiedergeburt die Natur der Sünde in unserem Geist hatten (s. Eph. 2,1), die uns unfehlbar dazu brachte, die einzelnen Sünden zu begehen, haben wir nun mit dem Geist Christi auch dessen Gerechtigkeit erhalten als unsere neue Natur. Wir sind jetzt frei von der Sünde. Sie hat keine Macht mehr über uns. Wenn wir dennoch sündigen, liegt es daran, dass wir (1) keine rechte Erkenntnis über unseren neuen Status haben und/oder (2) wir unseren Sinn noch nicht erneuert haben, sondern wir aus Gewohnheit immer noch das alte „Computerprogramm“ unseres Denkens, Fühlens und Wollens ablaufen lassen. (Rö. 6,5-7)

Über unsere Gerechtigkeit gut Bescheid zu wissen ist äußerst wichtig für uns, denn sie gibt uns vor Gott den Status von Gerechten und damit den Zugang zu Gottes Segnungen und Verheißungen. Wenn wir nichts darüber wissen, dann sind wir wie Millionäre, die von ihrem Vermögen nichts wissen und stattdessen in Armut leben.

Wenn du über deine Gerechtigkeit Bescheid wissen willst, dann musst du auch dies verstehen: Genauso wie wir uns als Sünder nicht durch unsere guten Werke selbst gerecht machen konnten (die Sündennatur unseres Geistes blieb bestehen), genauso können wir uns nun als Gerechte durch böse Werke nicht selbst weniger gerecht oder ungerecht machen (die Gerechtigkeitsnatur unseres wiedergeborenen Geistes bleibt bestehen).

Mit der Übertretung ist es aber nicht so wie mit der Gnadengabe. Denn wenn durch des einen Übertretung die vielen gestorben sind, so ist viel mehr die Gnade Gottes und die Gabe in der Gnade des einen Menschen Jesus Christus gegen die vielen überreich geworden.“ (Rö. 5,15)

Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken.“ (1.Pet. 1,18-19)

Christus hat uns durch sein kostbares Blut erkauft. Wie bereits erläutert, ist er unseren geistlichen Tod gestorben, damit wir sein geistliches Leben haben können. Aus diesem Grund können unsere individuellen Sünden nicht mehr (so wie bei Adam und Eva geschehen) unsere gerechte Natur zurückverwandeln in eine Sündennatur. Adam und Eva gehörten sich selbst (bis sie sich selbst versklavten, s. Rö. 6,16), deshalb hatte eine Sünde diese katastrophale Auswirkung für sie und alle ihre Nachkommen. Seitdem gehören wir Menschen nicht mehr uns selbst – wir gehören entweder dem Teufel (Joh. 8,44; Rö. 6,16) oder Christus (Rö. 6,18; 1.Pet. 1,18f.).

Dieser Gedanke wird von Paulus zu Beginn von Rö. 7 aufgegriffen und mit dem Bild der Ehe verglichen. Unter dem alttestamentlichen Gesetz konnte nur der Mann seine Frau aus der Ehe entlassen, die Frau jedoch war gebunden. Übertragen auf unsere Situation war sozusagen unser toter, an die Sünde und den Teufel versklavter Geist der Ehemann, und unsere Seele (das, was wir normalerweise als unsere Persönlichkeit betrachten) die Ehefrau. Als wir schließlich Jesus als Herrn annehmen wollten, nahm Jesus unseren alten Ehemann (unseren sündigen Geist) mit sich in den Tod, dann stand Jesus wieder auf und gab uns von seinem auferstandenen gerechten Geist – und wurde unser neuer Eheherr. Deshalb ist seine Gerechtigkeit jetzt auch unsere Gerechtigkeit.

Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind? Soll ich denn die Glieder Christi nehmen und zu Gliedern einer Hure machen? Das sei ferne! Oder wisst ihr nicht, dass, wer der Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist? «Denn es werden», heißt es, «die zwei ein Fleisch sein». Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.(1.Kor. 6,15-17)

«Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.» Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde.(Eph. 5,31f.)

So wird sie nun, während der Mann lebt, eine Ehebrecherin genannt, wenn sie eines anderen Mannes wird; wenn aber der Mann gestorben ist, ist sie frei vom Gesetz, so dass sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie eines anderen Mannes wird. So seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckten, damit wir Gott Frucht bringen. … Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so dass wir in dem Neuen des Geistes dienen und nicht in dem Alten des Buchstabens.“ (Rö. 7,3-6)

Wenn meine Sünden, die ich nun begehe, meine Gerechtigkeit vor Gott nicht beeinflussen, bin ich dann frei zu sündigen? – Die Antwort zu dieser Frage findest du hier.

Wenn ich weiß, dass Jesus mich gerecht gemacht hat – dass ich seine Gerechtigkeit habe –, dann kann ich aufgrund dessen Gottes Gnade durch den Glauben für mich in Anspruch nehmen – in allen Bereichen meines Lebens. Wenn ich stattdessen versuche, mich durch meine eigenen (noch so frommen) Werke vor Gott als gerecht darzustellen und mir seine Gnadenerweisungen zu verdienen, dann bin ich (mal abgesehen davon, dass man Gnade nicht verdienen kann) wie der Millionär, der zwar von seinem Vermögen weiß, es aber verachtet und sich lieber als Tagelöhner durchschlägt. (Wir werden das noch ausführlicher betrachten.)

Er trug unsere Strafe – damit wir Frieden haben

... Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden ...“ (Jes. 53,4f.)

Da wir nun durch den Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unsren Herrn Jesus Christus.“ (Rö. 5,1)

Er trug unseren Fluch – damit wir Segen empfangen

Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist - denn es steht geschrieben: «Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!» - damit der Segen Abrahams in Christus Jesus zu den Nationen komme, damit wir die Verheißung des Geistes durch den Glauben empfingen.“(Gal. 3,13.14)

Denn nicht durch das Gesetz erhielt Abraham und sein Same die Verheißung, dass er der Welt Erbe sein solle, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens.“ (Rö. 4,13)

Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr Abrahams Same und nach der Verheißung Erben.(Gal. 3,29)

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus.“ (Eph. 1,3) – Wenn du gesegnet bist mit jeder geistlichen Segnung, dann hast du damit auch den Samen in der Hand für jeden irdischen Segen (vgl. Hebr. 11,3; Mk. 4).

Wenn du den Unterschied zwischen Leben unter dem Segen und Leben unter dem Fluch wissen möchtest, studiere 5.Mose, Kapitel 28.

Er trug unsere Schande – damit wir seine Herrlichkeit teilen

Denn es geziemte ihm, um dessentwillen alle Dinge und durch den alle Dinge sind, indem er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihrer Rettung durch Leiden vollkommen zu machen.(Hebr. 2,10)

Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.(2.Kor. 3,18)

Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, dass sie eins seien, wie wir eins sind - ich in ihnen und du in mir - dass sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.(Joh. 17,22-23)

Er trug unsere Leiden und Schmerzen – damit wir Heilung haben

Jedoch unsere Leiden - er hat sie getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen. ... und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.(Jes. 53,4f.)

... und er trieb die Geister aus mit seinem Wort, und er heilte alle Leidenden, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: «Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten.»(Mt. 8,16f.)

der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid.(1.Pet. 2,24) – das Wort „geheilt“ bezeichnet physische Heilung, vom selben Wortstamm leitet sich das griechische Wort für „Arzt“ ab

Er trug unseren Tod – damit wir sein Leben teilen

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, dass die Stunde kommt und jetzt da ist, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben, werden leben. Denn wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, Leben zu haben in sich selbst.(Joh. 5,24-26)

Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.(Rö. 6,23)

Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ (Joh. 17,3)

Er trug unsere Armut – damit wir seinen Überfluss teilen

Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.(2.Kor.8,9)

Gott aber vermag euch jede Gnade überreichlich zu geben, damit ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk; wie geschrieben steht: «Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.»(2.Kor. 9,8f.; vgl. Ps. 112,9)

Er trug unsere Ablehnung – damit wir seine Annahme beim Vater erhalten

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus, wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe, und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens.“ (Eph. 1,3-5)

zu Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten(Eph. 1,6)

Er wurde abgeschnitten – damit wir eingefügt werden

Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.(1.Kor. 6,17)

Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.(Kol. 1,27)



Warum sehen wir so wenig von diesem überfließenden Leben?

Der Grund, warum wir so wenig davon unserem Leben hier auf Erden sehen, liegt zum ganz großen Teil daran, dass wir nicht wissen, (A) was in unserem Innern geschehen ist durch die Wiedergeburt und (B) wie wir diesen Samen oder dieses Potential, das wir seit der Wiedergeburt in unseren Herz haben, zur Entfaltung bringen sollen. Es kursieren zwar viele Lehren in den verschiedenen religiösen Kreisen, die versuchen, mit dieser Problematik umzugehen, aber sehr viel davon ist einfach nur Mischung von menschlicher Weisheit, Tradition und Gesetzlichkeit. Schon im AT sagte Gott:

Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis.“ (Hos. 4,6)

Auch Jesus rügte dieselben Umstände:

Also hebt ihr mit eurer Überlieferung, die ihr weitergegeben habt, das Wort Gottes auf; und dergleichen tut ihr viel.“ (Mk. 7,13)

Wehe euch Schriftgelehrten, dass ihr den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen habt! Ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die, welche hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert!(Lk. 11,52)

Dasselbe Zeugnis das Paulus für die Juden ablegte, gilt auch heute noch für viele religiöse Zeitgenossen:

Denn ich gebe ihnen Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht mit rechter Erkenntnis.“ (Rö. 10,2)

Es gibt noch viele Bibelstellen, die die Wichtigkeit unserer Erkenntnis (und damit unsere Fähigkeit zur Kooperation mit Gott und zum Wandel in der Wahrheit) betonen. Und oft meinen wir, in der ganzen Wahrheit zu stehen (oder zumindest, dass es die Leute tun, die wir uns zum Vorbild genommen haben). Doch wenn du mit deinem Leben als Christ(in) und deiner Beziehung mit Gott unzufrieden bist, dann liegt doch die Vermutung sehr nahe, dass da irgendwo was schief läuft.

Bei mir selbst war es so, nachdem ich mich 2001 bekehrt und Anschluss an eine Gemeinde gefunden hatte, in der ich mich wohlfühlte, dass ich dort sehr viel gelehrt worden bin, jedoch auch Dinge, die ich so durch mein persönliches Bibelstudium nicht sehen konnte. Doch da ich gerade meine New-Age-Erfahrungen hinter mir gelassen hatte (s. Startseite), beschloss ich, mich lieber auf die Erkenntnisse meines Pastors zu verlassen, als auf das, was ich selbst in der Bibel las (oder eben auch nicht dort las). Gott redete hin und wieder auch persönlich zu mir und lenkte meine Wege, und so nahm ich an, dass ich diesmal auf dem richtigen Weg war. Im Sommer 2005 gab Gott mir dann ein Versprechen, das für mich sehr bedeutsam war – nämlich mich (A) völlig neu aufzubauen (so wie ich meinen Computer völlig neu aufbauen musste, der gerade mit kompletten Datenverlust abgestürzt war) und mich (B) aufzutauen.

Eines der Ereignisse, die sich kurz darauf entfalteten, lehnte ich ab – nicht ahnend, dass ich damit Gott in einem gewissen Sinn die Kooperation verweigerte. – Ich lehnte nämlich einen Einfluss ab, der mich ein klein wenig in die charismatische Richtung geführt hätte, was nach meinen damaligen religiösen Überzeugungen ein absolutes Tabu war. – Im Sommer 2008 war ich dann jedoch an einem Punkt angelangt, wo ich mich schließlich fragte, wann denn Gott zum letzten Mal mit mir geredet oder ich bewusst seine Gegenwart wahrgenommen hätte, und warum sich sein Versprechen von 2005 immer noch nicht erfüllt hatte. Ich fühlte mich geistlich am vertrocknen, und alle meine Erlebnisse mit Gott schienen so weit weg und unwirklich. Und so fragte ich Gott, was los sei, warum meine Beziehung mit ihm in eine ferne Erinnerung zu verblassen drohte. – Und dann führte Gott mich noch einmal an die Stelle, an der ich 2005 auch schon gestanden hatte. Diesmal ging ich den Weg bereitwillig und öffnete Schritt für Schritt mein Denken, was mir auch dadurch erleichtert wurde, dass ich mich ja erinnern konnte, wie ich am Anfang meiner religiösen „Bildung“ so manche Lehre gar nicht selbst in der Bibel gesehen, sondern nur aus Unterordnung und Respekt für meinen damaligen Pastor angenommen hatte.

Als ich diese ersten kleinen Schritte der Erneuerung meines Denkens ging, setzte auch der versprochene Auftauprozess ein – mit dem Ergebnis, dass plötzlich mein Kopf von so vielen negativen (bösen) Gedanken durchflutet wurde, dass ich gar nicht wusste, wie ich darüber Herr werden sollte. Diese negativen Gedanken rotierten ständig durch meinen Kopf und laugten mich aus, doch ich fühlte mich hilflos und machtlos sie abzustellen. Angesichts dieser Entwicklung dachte ich dann eines Tages: „Mensch, ich bin ja so abgrundtief schlecht – noch nicht einmal Gott könnte mich lieben!“ (Erkennst du diese Stimme des Teufels wieder?!) In diesem Augenblick wusste ich aber nicht, dass der Teufel versuchte, mir seine Verdammnis einzuflößen, und ich war am Boden zerstört – bis ich mich erinnerte, dass Gott mich ja in den vergangenen Jahren gelehrt hatte, niemals – niemals! – an seiner Liebe zu zweifeln. Und so lag ich abends im Bett und betete: „Herr, was wirst DU in dieser Sache tun?“

Am nächsten Morgen wachte ich mit einem absolut tiefen Frieden im Herzen auf und erhielt noch am selben Tag die Zusicherung, dass alles okay sein würde. Kurz darauf erhielt ich von einer Freundin eine Email mit einem Hinweis zu diesem Link: Holy Spirit. Ich hörte mir die Vorträge an, zu denen dieser Link mich führte, handelte dementsprechend und empfing die Taufe im Heiligen Geist und die damit verbundene Zungenrede. – Gott hatte mir damit Zugang zu seiner Kraftquelle für die Gläubigen gegeben – unter anderem, damit ich diesem Chaos in meinem Kopf nicht mehr machtlos gegenüberstand. – Und der Grund, warum ich das an dieser Stelle erwähne, ehe ich fortfahre darüber zu schreiben, wie wir das überfließende Leben aus Gott erfahren können, ist, dass alles, was ich darüber gelernt und verstanden habe, erst kam, nachdem ich die Taufe im Heiligen Geist und in dem Zusammenhang auch die Zungenrede erhalten hatte.



Jesus selbst beschrieb den Dienst des Heiligen Geistes an den Gläubigen so:

Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“ (Joh. 14,16f.)

... den die Welt nicht empfangen kann“ – d.h. du musst bereits ein Kind Gottes sein, um den Heiligen Geist empfangen zu können

Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“ – die Jünger waren schon vertraut mit dem Wirken des Heiligen Geistes (s. Lk. 9,1f.; 10,17ff.), aber Jesus sagte, dass sie ihn auf eine neue Weise erfahren würden.

Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Joh. 14,26)

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen.(Joh. 16,13f.)

Und als er mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, von Jerusalem nicht zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten, ... denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt im Heiligen Geist getauft werden, nicht lange nach diesen Tagen. ... Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Stunden zu kennen, ... sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist über euch kommt, und werdet Zeugen für mich sein in Jerusalem und ... und bis ans Ende der Erde!(Apg. 1,4-8)






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