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Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit


Was ist Glauben?

Es ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ (Hebr. 11,1)

Von klein auf programmieren wir unser Denken, Fühlen und Wollen durch die Dinge, die wir glauben. Wir übernehmen unser Glaubenssystem von unseren Eltern, Geschwistern, Verwandten, Freunden, Bekannten, Lehrern, Büchern, Massenmedien... Unser Glaube wird in den ersten Jahren sehr stark geprägt von unserer Umwelt, die keinesfalls neutral ist, sondern geprägt ist von Kultur, Tradition und verschiedenen menschlichen Interessen. Jeder glaubt etwas, ohne sich immer dessen bewusst zu sein, und dieser Glaube ist in jeder Zelle unseres Körpers verankert wie eine geistliche DNA. Gehirn- und Zellforscher haben herausgefunden, dass jede Zelle unseres Körpers weiß, was wir glauben – nicht was wir intellektuell wissen, sondern was wir im tiefsten Innern über das Leben glauben. Deshalb ist der Glaube nicht nur eine Kopfsache. Glaube ist eine innere Überzeugung, die im Herzen verankert ist (nicht das physische Herz ist hier gemeint, sondern unser unsichtbarer innerer Mensch) und wahrscheinlich sogar in jeder einzelnen Körperzelle. Deshalb ist es möglich, dass wir intellektuell eine Sache zwar ziemlich nüchtern sehen, aber wenn dann eine bestimmte Situation eintritt, völlig anders reagieren – eben unserem Glauben gemäß. Egal was wir sagen, unter Druck wird sich herausstellen, was wir wirklich glauben – was wirklich in unserem Herzen ist.

Wenn wir erkannt haben, dass unsere eigenen Wege (die auf unseren menschlichen Glaube begründet sind) uns immer wieder Probleme verursachen und wir bereit sind, die Dinge auf Gottes Weise zu tun – d.h. wenn wir Jesus annehmen als unseren Retter, dann müssen wir anfangen aus Gottes Wort zu lernen, was Gott über bestimmte Dinge (oder über alle Dinge) glaubt, um in Übereinstimmung mit „Gottes Glaubenzu gelangen. (Dies ist die wörtliche Übersetzung dieser Stelle in Mk. 11,21.) Diese Art biblischen Glaubens zu entwickeln ist ein schrittweiser Prozess, und wir müssen Gott gestatten, uns in diesem Prozess zu leiten und uns seine Wahrheiten zu offenbaren. Wie Römer 1,16-17 es ausdrückt: „... ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden … Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Glauben zu Glauben ...“ – Das Evangelium ist die Geschichte davon, wie Jesus seine Liebe über die Menschheit ausgoss, indem er unseren Tod in sich selbst hineinnahm und uns im Austausch dafür sein Leben schenkte, und zwar Leben in Fülle (Joh. 10,10; Eph. 3,19). Und biblischer Glaube ist die Fähigkeit, diese geistlichen Wahrheiten zu erkennen und sich danach auszustrecken, um sie im eigenen Leben in Besitz zu nehmen. Diese Wahrheiten müssen wir uns Schritt für Schritt offenbaren lassen – oder aus Glauben zu Glaubenund Gott tut dies in dem Maß, wie wir ihm gestatten, in unserem Leben zu wirken.

Und somit wird klar: Glauben in seiner grundlegendsten Form ist einfach unser kindliches Vertrauen in Gottes Liebe für uns – die Gewissheit, dass er immer für uns ist, dass er immer für uns sorgen wird (Rö. 8,31ff.). Jesus sagte, dass wir wie kleine Kinder sein müssten, um ins Himmelreich einzugehen (und wir haben bereits gesehen, dass das Himmelreich nicht einen Ort im Jenseits meint, sondern dass es hierbei um eine tiefe persönliche Liebesbeziehung mit unserem Schöpfer im Hier und Jetzt geht). The Bibel sagt, dass wir Gott durch Glauben wohlgefallen (Heb. 11,6), und dass Glaube durch Liebe wirksam wird (Gal. 5,6). Dies bedeutet nicht, dass wir uns Liebe aus den Rippen pressen müssen, damit Gott uns mögen kann. Es ist eher so wie in einer guten Eltern-Kind-Beziehung – wenn das Kind seinen Eltern vertraut, ganz gleich wie eine Situation sich in einem gegebenen Moment darstellen mag, dann wird das die Herzen der Eltern hinwegschmelzen lassen, und sie würden alles tun, um ihrem Kind zu helfen. Dieses einfache kindliche Vertrauen in Gottes Liebe wird uns mit Gott verbunden halten, so dass er uns durch alle Umstände hindurch führen kann, auch wenn diese schwierig sind und wir viele Dinge noch nicht gleich verstehen können. Siehst du, genau wie bestimmte Pflanzen nur in einer bestimmten Umgebung gedeihen können, so kann Glauben nur in einer Umgebung der Liebe gedeihen. Wenn wir uns nun vor Gott fürchten, aus welchem Grund auch immer, so wird es schwierig sein, biblischen Glauben in unseren Herzen entstehen zu lassen.

Unglaube in unseren Herzen ist die Sache, die dem Glauben entgegenarbeitet. Jesus konnte in seiner Heimatstadt Nazareth nicht viele heilen – wegen ihres Unglaubens (Mt. 13,58; Mk. 6,5f.), und er scholt seine Jünger wegen ihres Unglaubens (Mt. 17,17-20; Mk. 16,14).



Was ist also mit dem Unglauben?

Es ist wichtig zu verstehen, dass Unglaube nicht bedeutet, dass ich nicht glaube, sondern dass das, was ich glaube, dem entgegen steht, was Gott über diese Themen glaubt. (Doch schließlich hat er ja die Regeln festgelegt, nach denen dieses Universum funktioniert.). Die traurige Tatsache ist, dass die meisten von uns in Unglaube „gebadet worden sind“ – Unglaube wurde beständig über uns und zu uns gesprochen.

Um zu verstehen, wie Unglaube unsere Fähigkeit behindert, Gottes Verheißungen für unser Leben in Besitz nehmen zu können, müssen wir zuerst verstehen, wie das menschliche Herz arbeitet. – Wenn die Bibel über unser Herz spricht, bezieht sich das meistens nicht auf das physische Organ, sondern entweder auf unseren Geist oder auf unsere Seele, und manchmal auch auf beide. – Funktional gesehen, ist unser Herz die „Schnittstelle“, die die geistliche Seite unserer Existenz mit der physischen Seite unserer Existenz verbindet. Unser biblischer Glauben ist unsere Fähigkeit, geistliche Wahrheiten oder Realitäten wahrzunehmen. Und unser Herz ist das Tor, durch welches diese in unser physisches Dasein eintreten können (das heißt, durch welches sie sich in unserem irdischen Leben manifestieren).

Nehmen wir Heilung als ein Beispiel: Wenn ich durch den Glauben „sehen“ kann, dass ich in meinem wiedergeborenen Geist bereits geheilt bin (weil Jesus das bezahlt hat für mich durch sein Leiden an meiner Stellle), dann ergreift mein Glauben diese geistliche Wahrheit, und die physische Manifestation wird durch mein Herz hervorgebracht (oder eben auch nicht). Das ist der Grund, warum es in Sprüche 4,23 heißt: „Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.“

Wenn mein Herz nun noch gar keine Information zum Thema Heilung empfangen hat, dann bin ich einfach nur unwissend, und das Hören der Wahrheit von Gottes Wort in Bezug auf Heilung durch Jesus wird genügen, damit mein Herz auf diese Wahrheit mit Glauben antworten und ich sofortige Manifestation der Heilung in meinem physischen Körper empfangen kann. Aber wenn ich bereits dahingehend „gebildet“ worden bin (auf viele verschiedene Arten), dass Krankheit Normalität für unsere Zeit sei und sogar erwartet werden müsse, während Heilung eben nicht für unsere Zeit sei, dann ist mein Herz mit Unglauben verstopft. Dann wird das einfache Hören der Wahrheit aus Gottes Wort für mich nicht funktionieren, weil mein Herz bereits so viele Lügen geglaubt hat (auch wenn die Menschen, die mir diese Lügen beigebracht haben, es ahnungslos oder in bester Absicht getan haben).

Es ist so, als ob mein Herz immer und immer wieder angefüllt worden wäre mit dem „Schokopudding“ des Unglaubens (und ich habe mir auch nichts weiter dabei gedacht, als es geschah), aber dann wurden mir auch einige Wahrheiten aus Gottes Wort wichtig. Aber diese Wahrheiten sind jetzt nur wie ein Klecks „Sahne“ oben auf diesem gewaltigen Berg von „Schokopudding“ in meinem Herzen. – Ich mag vielleicht in der Lage sein, von dieser Wahrheit durch den daraus entspringenden biblischen Glauben ein klein bisschen zu profitieren, aber schon bald wird diese „Sahne“ in der großen Masse von „Schokopudding“ integriert und verschwunden sein. Und somit kann das In-Anspruch-Nehmen von Gottes Verheißungen für mein Leben sehr frustrierend werden. – Aber es liegt nicht daran, dass Gott etwas von mir zurückhalten würde, oder dass Heilung nicht für unsere Zeit wäre, oder irgendetwas in dieser Art, sondern es ist einfach der Unglaube in meinem Herzen, der die Blockade verursacht.

Kann man irgendetwas tun, um solch eine Situation zu beheben? Nun, man kann, aber es braucht dazu bewusste Anstrengung und Zeit. Offensichtlich müssen wir Schritte gehen, um den ständigen Nachschub von weiterem „Schokopudding“ zu unterbinden und stattdessen den Zustrom der „Sahne“ von Gottes Wahrheit in unser Leben zu erhöhen (d.h. „Gottes Glauben“ mehren, und nicht notwendigerweise den „Glauben“, den religiöse/gesetzliche Lehrer und Prediger verkünden). Lass den Heiligen Geist deinen Lehrer sein – das entspricht seiner Stellenbeschreibung. Er weiß, was er tut, und er liebt es, dir zu helfen (s. Joh. 16,13ff.).



Gnade – mehr als nur das Gegenteil von Ungnade

aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es(Eph. 2,8).

Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade seid.“ (Rö. 6,14)

Wenn Gnade so wichtig ist, müssen wir verstehen, was Gnade eigentlich ist. Wenn es dir so ähnlich ergangen ist wie mir, dann hast du vielleicht schon einiges über Gottes Gnade gehört, aber dein Bauchgefühl war letztendlich immer: „naja, besser Gnade als Ungnade – aber wirklich alltagsrelevant scheint das nicht zu sein“. Einer der Gründe für dieses Gefühl bei mir war die in vielen christlichen Kreisen übliche Auslegung über Paulus Dorn/Pfahl im Fleisch – die Geschichte mit dem berühmten Satz: „Lass dir an meiner Gnade genügen ...(2.Kor. 12,9). – Und die meisten dieser Auslegungen hinterlassen leider beim Hörer das Gefühl „also wirklich helfen tut Gott ja wohl nicht; er schaut mir beim Leiden nur wohlwollend zu“. – Das ist jedoch so weit von der Wahrheit und vom Charakter Gottes entfernt wie der Osten vom Westen entfernt ist!

Der erste Grund, warum diese Stelle von Paulus Dorn/Pfahl im Fleisch so oft missverstanden wird, ist, dass schon der „Dorn/Pfahl im Fleisch“ falsch interpretiert wird. – Paulus hatte die Schriften des Alten Testamentes aufgesogen wie Muttermilch und war bestens darin geschult worden (das Neue Testament musste er erst noch selbst mithelfen zu schreiben). Das griechische Wort, dass Paulus für „Dorn/Pfahl“ in 2.Kor. 12,7 verwendet hat, ist „skolops. Das gleiche Wort wurde schon im Alten Testament (in der griechischen Übersetzung, genannt Septuaginta) mit einem klaren Bezug auf Menschen verwendet: „Es soll hinfort für das Haus Israel kein stechender Dorn und kein schmerzender Stachel mehr verbleiben von seiten derer, die rings um sie her liegen und sie verachten ...(Hes. 28,24). Der gleiche Bezug auf Menschen entsteht auch, wenn wir Micha 7,4 anschauen: „Der Beste unter ihnen ist wie ein Dornstrauch, der Rechtschaffenste unter ihnen wie eine Dornhecke ...“ – Lies selbst Paulus Aussagen zu seinem „Dorn/Pfahl im Fleisch“. Fang dabei aber schon in 2.Kor. 11 an – dann kannst du noch besser sehen, dass sich weder Paulus „Schwachheiten“ noch sein „Dorn/Pfahl im Fleisch“ auf Krankheiten beziehen, sondern dass es dabei um Dinge geht, die mit der vom Satan verursachten Verfolgung in Zusammenhang stehen (Satan konnte Paulus nicht direkt angreifen, sondern er musste durch willige Menschen wirken, so wie das auch heute noch der Fall ist).

Der zweite Grund, warum diese Stelle von Paulus Dorn/Pfahl im Fleisch so oft missverstanden wird, ist, dass wir nicht wirklich wissen, was Gnade ist! – Gnade ist mehr als nur Wohlwollen; Gnade ist Gottes Kraft in uns!Paulus wusste das! Schau dir an, wie er seine Briefe abschließt – in jedem einzelnen wirst du eine Variante dieser Formulierung finden: „Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit euch!“ – In 1.Kor. 15,10 sagt Paulus: „... ich habe mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.In Rö. 16,25 redet er von Gott „der euch stärken kann. In Eph. 3,20f. sagt Paulus: „Dem aber, der weit mehr zu tun vermag, als wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Ehre …!“ – Diese Kraft, die in uns wirkt, ist Gottes Gnade! Hallelujah! In diesem Licht lies noch einmal den berühmten Satz: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen!(2.Kor. 12,9). – Mit anderen Worten hat Gott zu Paulus gesagt, dass er die Verfolgung nicht von ihm wegnehmen kann. (Wenn Gott alle Menschen töten würde, die sich dem Teufel als Werkzeuge zur Verfügung stellen in der Verfolgung von Gottes Kindern, dann wäre Paulus selbst schon längst gestorben; vgl. Apg. 8, wo Paulus noch unter dem Namen Saulus lief.) Aber Gott half Paulus besser, als er sich jemals selbst hätte helfen können – durch seine Gnade, die seine Kraft in uns ist. (Übrigens, wenn du nichts von Gottes Gnade in deinem Leben spürst, mag das daran liegen, dass immer noch zu viel von dir selbst am Werk ist.)

Die bekannteste Definition für Gnade ist aber diese: „unverdiente Gunst“. Obwohl ich diesem Gedanken völlig zustimme, kann man ihn eigentlich nur als eine Facette davon betrachten, was Gottes Gnade wirklich ist, und in dieser Formulierung stellt er zudem eine ziemliche Untertreibung dar. – Ich würde diesen Aspekt der Gnade eher so beschreiben: ein Ausdruck der leidenschaftlichen, bedingungslosen und ewig andauernden Liebe Gottes (die Liebe, in der er z.B. die Welt „sehr gut“ geschaffen hat, und in der er auch nach dem Sündenfall des Menschen immer wieder großzügig für all unsere Bedürfnisse gesorgt hat, einschließlich unserer Errettung).

Somit wäre eine umfassendere Definition, die die eben genannten Aspekte der Gnade einschließt, die folgende:

Gottes Gnade ist Gottes Kraft, die aufgrund von Gottes Liebe wirkt.

Wir könnten aber auch sagen:

Gottes Gnade ist Gottes Liebe, die seine Kraft wirksam werden lässt.

Auf das Leben von Gottes Kindern bezogen, ist Gnade nicht nur einfach Gottes Wohlwollen, so großartig das allein schon wäre, sondern

das von Liebe motivierte Wirken von Gottes Kraft im Leben des Gläubigen.

Gnade ist Gottes Kraft in deinem Herzen, die dich befähigt, das übernatürliche Leben aus Gott zu leben. Unter diesem Gesichtspunkt wollen wir folgenden Vers betrachten:



Alltägliche Errettung

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es.“ (Eph. 2,8)

Und hier ist auch noch die wortwörtliche Übersetzung dieses Verses (um einige wichtige Aspekte zu verdeutlichen):

Denn in der Gnade seid ihr Gerettete, durch Glauben ...(Eph. 2,8)

Wenn du das mit Rö. 6,14 („die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade seid) verbindest, kannst du sehen, dass in (oder unter) der Gnade zu sein das Gegenteil davon ist, unter dem Gesetz (und unter der Herrschaft der Sünde) zu sein. Unsere Beziehung zur „Gnade“ sagt etwas über unsere Beziehung mit Gott aus! Solange wir – durch den Glauben – in der Gnade oder unter der Gnade bleiben, sind wir Gerettete, d.h. erfahren wir ständige Rettung – wegen Gottes kraftvollen Wirken/ seiner Befähigung in unserem Leben.

Und ehe jetzt die ersten Missverständnisse auftauchen, wollen wir noch einmal einen genaueren Blick auf das Wort „Rettung“ bzw. „retten“ werfen. Und um es gleich vorab zu sagen, einerseits ist meine „Rettung“ mit meiner Wiedergeburt abgeschlossen und ich komme ohne jede Frage in den Himmel, wenn ich Jesus im Glauben als meinen Retter angenommen habe; andererseits ist meine „Rettung“ aber auch ein fortwährender Prozess, solange ich hier auf der Erde lebe. Und diese verschiedenen Aspekte müssen berücksichtigt werden, wenn wir in der Bibel auf das Wort „retten“ (und auf damit verwandte Wörter) stoßen.

Und wie schon erwähnt, kann das griechische Wort für „retten“ – sozo – bedeuten:

1. retten in Bezug auf die Ewigkeit, wiedergeboren sein (Rö. 10,9);

2. retten aus aktuellen Gefahrensituationen (Mt. 14,30);

3. retten aus einem verkorksten Leben, unserem Leben Sinn verleihen (Rö. 5,10; Phil. 2,12);

4. körperlich heilen (Mk. 9,22);

5. befreien, retten aus Gefangenschaft (Jud. 1,5);

6. retten aus dämonischer Bindung (Lk. 8,36);

7. oder auch retten aus dem physischen Tod (Lk. 8,50)



Wenn ich jetzt also weiß, was die Rettung beinhaltet, was Gnade ist und was biblischer Glaube ist, dann weiß ich auch was Eph. 2,8 mir wirklich alles sagen will:

Alles, was Gott für uns tut, ist eine Sache der Gnade, seiner Kraft, die in uns wirkt. Gnade befähigt uns, in Liebe zu wandeln auch mit denen, die uns eher gegen den Strich gehen. Gnade befähigt uns, in materiellem Wohlstand zu wandeln. Gnade befähigt uns, alles zu sein, wovon Gott sagt, dass wir es sein können. Es ist seine Kraft, nicht unsere. – Und das Beste daran ist, die Gnade ist schon da (Joh. 1,16f.)! Was noch fehlt, ist unsere Erkenntnis und biblischer Glaube.

Darum geschah es durch den Glauben, damit es aus Gnaden sei, auf dass die Verheißung dem ganzen Samen gesichert sei, nicht nur demjenigen aus dem Gesetz, sondern auch dem vom Glauben Abrahams, welcher unser aller Vater ist.“ (Rö. 4,16)

Wie wir bereits gesehen haben – keiner konnte das Gesetz halten (außer Jesus, der gekommen war, um das Gesetz zu erfüllen und uns in den Genuss seiner Gerechtigkeit zu bringen). Weil wir aus eigener Kraft das Gesetz nicht halten konnten und können, hat Gott einen Weg gefunden, uns ALLE dennoch an seinen Verheißungen (Versprechen, Segnungen) Anteil haben zu lassen – seine Gnade (die durch Glauben in unserem Leben wirksam wird).

wir wissen, dass der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird(Gal. 2,16)

Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, die sind unter dem Fluch(Gal. 3,10)

Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen.“ (Gal. 5,4)

Okay – in Gal. 5,4 steht nicht wirklich „abgetrennt“. Hier steht etwas, das sinngemäß bedeutet: „ihr habt Christus für euch zu nichts gemacht(s.a. Gal. 2,21: „Ich lehne die Gnade Gottes nicht ab; denn wenn Gerechtigkeit durch das Gesetz käme, wäre ja Christus ohne Grund gestorben.“). Und aus der Gnade gefallenbedeutet deshalb auch nicht, dass man seine Wiedergeburt verloren hat oder kurz davor steht sie zu verlieren, sondern dass man absichtlich auf Gottes von Liebe motiviertes Wirken/Befähigung im eigenen Leben verzichten will.

Zusammen mit Christus bin ich gekreuzigt; ich lebe aber, doch nicht mehr ich, sondern in mir lebt Christus. Was ich aber von nun an im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben, dem des Sohnes Gottes, der mich liebt und Sich Selbst für mich dahingegeben hat. Ich lehne die Gnade Gottes nicht ab; denn wenn Gerechtigkeit durch das Gesetz käme, wäre ja Christus ohne Grund gestorben.“ (Gal. 2,20f.)

Was sind also unsere „modernen“ Methoden, unter dem Gesetz zu sein? Dank Paulus kommt heute kaum noch jemand auf die Idee, sich beschneiden zu lassen. Aber wir haben genügend eigene Gesetzeswerke entwickelt – und zwar ist das kurz gesagt ALLES, was du tust, um dir aus eigener Kraft Gottes Billigung, Wohlwollen, Anerkennung oder Segen zu verdienen. Das ist, was in Rö. 8,5 „nach dem Fleisch sein“ genannt wird, und generell als „Fleisch“ bezeichnet wird im Galater-Brief (z.B. Gal. 3,3). Wenn du glaubst, dass du zwar durch Jesus gerettet worden bist, aber nun selbst bestimmte Dinge tun musst, um Gerechtigkeit zu verdienen, bist du unter Gesetz und fleischlich gesinnt. Wenn du z.B. meinst, zu einer bestimmten Glaubensgemeinschaft gehören zu müssen, um von Gott angenommen zu sein, bist du unter Gesetz. Wenn du z.B. glaubst, den Zehnten geben zu müssen, um Gottes Segnungen zu erfahren, bist du unter Gesetz. Wenn du glaubst, deine Schuhe auf eine bestimmte Weise binden zu müssen … ich glaube, du verstehst, worauf ich hinaus will. Gesetze sind nicht nur das alttestamentliche Gesetz, sondern auch unsere selbst erdachten Gesetze, durch die wir dem Werk Jesu noch etwas hinzufügen wollen. Fleischlich gesinnt zu sein bedeutet schlicht, die Dinge aus unserer eigenen menschlichen Kraft und Weisheit zu tun (Jesus plus ...).

Die „Buße von toten Werken“, die in Hebr. 6,1 erwähnt wird, bezieht sich auf genau solche Dinge. Buße ist nicht Selbstkasteiung o.ä., sondern Sinneswandel. Wenn wir zu Christus kommen, müssen wir unser Denken gemäß dem Wort Gottes erneuern und ändern, was wir z.B. über Gott, uns selbst, das Leben, Ehe, Finanzen usw. glauben. Das ist Buße – eine innere Kehrtwende in unserem Denken und Glauben. In Bezug auf die Gnade sind die meisten Menschen von klein auf daran gewöhnt worden, dass wir uns Dinge aus eigener Kraft verdienen müssen und (menschliche) Gnade nur als Ausnahmeerscheinung auftritt. Ein Leben „in der Gnade“ oder „unter der Gnade“ erscheint uns völlig „gegen den Strich“ zu sein, aber genau das ist der Weg, den wir lernen müssen, um in Gottes Gerechtigkeit und Segen zu leben und die guten Werke zu tun, die er für uns bereitet hat..

Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.“ (Eph. 2,10)

Gute Werke und tote Werke können äußerlich völlig identisch sein – was sie unterscheidet, ist unsere innere Motivation. Lese ich z.B. meine Bibel, weil ich meinen Bibelleseplan abarbeiten muss, oder weil ich hungrig bin mehr über Gott zu lernen? Gehe ich zum Gottesdienst, weil sich das für Christen so gehört und Gott mich sonst nicht segnen wird, oder weil ich die Gemeinschaft mit Gott genießen und seine Liebe auch mit anderen Menschen teilen will? Helfe ich anderen Menschen, weil ich mir Anerkennung verdienen will oder weil ich Gottes Gnade erlebt habe und das an andere weitergeben möchte? Du siehst, was ich meine. – Hier liegt der Unterschied zwischen geistlich gesinnt zu sein oder fleischlich gesinnt zu sein, zwischen in der Gnade Gottes zu leben oder meiner eigenen Fähigkeit zu vertrauen, zwischen in meiner neuen (d.h. Jesu) Gerechtigkeit zu ruhen oder mit dem Gesetz zu kämpfen. Der Unterschied liegt nur in meiner inneren Ausrichtung, meiner inneren Blickrichtung – und ich kann diese jederzeit korrigieren und meinen Fokus immer wieder neu auf Gott ausrichten, wenn mein Blick abgeschweift ist. Ich kann mich jeden Tag neu entscheiden, mit meinen Herausforderungen und Problemen auf Gottes Weise umzugehen (d.h. es ihn durch mich tun zu lassen). Ich kann mich jeden Tag neu entscheiden, die Unruhe und Furcht in meinem Herzen zu ersetzen durch biblischen Glauben – durch mein kindliches Vertrauen in die Person Jesus Christus, mein Ruhen in seiner Gegenwart, meine Zuversicht in Gottes Liebe und in die Wahrheiten und Verheißungen, die in der Bibel niedergeschrieben sind.

Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und «ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen »;denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ (Mt. 11,28-30)

Wenn du als Christ(in) dich immer noch hilflos der Sünde gegenüber fühlst, dann schau dir noch mal diesen Vers an:

Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade seid.“ (Rö. 6,14)

Wir könnten den Satz auch so formulieren:

Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, wenn ihr nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade seid.“ (Rö. 6,14)



Schlussgedanke

Wir könnten noch lange darüber reden, wie man das Leben aus Gott lebt. Meine Absicht war es vor allem, dir das große Bild zu zeigen, denn wenn du den Anfangspunkt und einige markante Punkte auf dem Weg kennst, dann kannst du auch besser das Ziel sehen und die Details selbst einfügen. Wenn du für dich die Bibel liest, dann lass diese Fixpunkte nie aus den Augen – für welchen Zweck Gott uns Menschen geschaffen hat, dass seine Liebe nie aufgehört hat (auch wenn er manchmal harte Mittel anwenden musste, um die Menschheit als Ganzes zu bewahren), dass er uns in Jesus alles gegeben hat, damit wir hier auf der Erde doch noch das Leben führen können, wie er es von Anfang an geplant hatte.

Sei dir jeden Tag bewusst, dass du die Wahl hast, deine Augen auf die Herausforderungen der Welt gerichtet zu halten und damit aus eigener Kraft, nach dem Fleisch zu leben (und dementsprechend die Werke des Fleisches zu vollbringen, s. Rö.7,8ff.; Gal. 5,17ff.), oder deine Augen auf Gott, seine Liebe, seine Gnade gerichtet zu halten und dein Leben aus seiner Kraft, in tiefem Vertrauen zu ihm, nach dem Geist zu leben (und dementsprechend die Frucht des Geistes so selbstverständlich hervorzubringen, wie ein Apfelbaum Äpfel hervorbringt, s. Gal. 5,22ff.). Die Frage ist nicht, was ist die Situation, sondern wem vertraust du – dir und deiner Kraft, oder Gott und seiner Gnade?

Übrigens, es wird dir leichter fallen, die Augen auf Gott gerichtet zu halten, wenn du die Anbetung Gottes zu deinem Lebensstil werden lässt – und vergiss auch nicht das regelmäßige Beten in Zungen.

Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch! Eure Milde soll allen Menschen bekannt werden; der Herr ist nahe. Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“ (Phil. 4,4-7)






Quellenangabe:

„Schärfer als ein zweischneidiges Schwert“ – Buch von Andrew Wommack (wesentliche Wahrheiten aus Gottes Wort kurz und knackig, aber tiefgründig dargestellt)

„Heilung durch Gottes Wort“ – Buch von Kenneth Hagin (in kurzen Andachten werden hier täglich wichtige Details nicht nur über Heilung, sondern über das Leben im Glauben allgemein vermittelt)

Geheilt - Durch seine Wunden – Audiovorträge über Jesaja 53: Liveaufnahmen der Heilungsschule 2008 der Familien- und Internetkirche in Rapperswil

Book of Romans – englischer Kommentar zum Römer-Brief in Audio- und Textform von Andrew Wommack (mit Abstand der beste Kommentar zum Römer-Brief, den ich kenne!!!)

The Divine Exchange – englische Transkripte einer Predigtreihe von Derek Prince

„God's Image Of You“ – Buch von Charles Capps

„Who Switched Off My Brain? – controlling toxic thoughts and emotions“ – Buch von Dr. Caroline Leaf

BibleWorks6 – Bibel-Software mit diversen Bibelversionen – hier insbes. Rev. Elberfelder (1993), Luther (1912), Schlachter (1951), Konkordantes NT und BibleWorks LXX/BNT







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